JinkoSolar nutzt die Intersolar Europe für eine Produktpremiere. Der chinesische Solarkonzern präsentierte sein neues Flaggschiff-Modul Tiger Neo 5.0 – und will damit die Branche aufmischen.
Sprung in die 700-Watt-Klasse
Das Tiger Neo 5.0 setzt auf N-Typ-TOPCon-Technologie. Die Leistung steigt von 670 auf 700 Watt bei gleicher Modulgröße. Der Wirkungsgrad erreicht 25,91 Prozent, die Leistungsdichte übersteigt 259 Watt pro Quadratmeter.
Damit hält die TOPCon-Technologie Einzug in die 700-Watt-Ära. JinkoSolar spricht von einer neuen Zellarchitektur, die die Leistungsfähigkeit von kristallinem Silizium für ein weiteres Jahrzehnt verlängern soll. Parallel dazu zeigte das Unternehmen eine integrierte Solar-Storage-Lösung für AIDC-Rechenzentren. Der Fokus: hohe Zuverlässigkeit und niedrige Stromgestehungskosten.
Die Messe stand ganz im Zeichen des 20-jährigen Firmenjubiläums. JinkoSolar betonte seine Rolle bei der globalen Energiewende. Der Konzern lieferte seit Gründung über 400 Gigawatt Modulleistung aus – siebenmal stand er weltweit an der Spitze bei den Modullieferungen.
Kurs erholt sich leicht
Die Aktie legte am Freitag um 3,03 Prozent auf 14,30 Euro zu. Der jüngste Abwärtstrend ist damit noch lange nicht gestoppt: Auf Monatssicht verlor das Papier 25,21 Prozent, seit Jahresbeginn sogar 40,04 Prozent. Das 52-Wochen-Hoch bei 27,45 Euro bleibt in weiter Ferne. Der RSI von 36,1 signalisiert eine gedrückte Verfassung.
Ein Director des Unternehmens verkaufte am 2. Juli 2026 Aktien im Wert von rund 264.000 Dollar. Ob die Produktneuheit auf der Intersolar den Abwärtstrend nachhaltig brechen kann, bleibt abzuwarten. Die Tiger-Neo-Serie ist mit 240 Gigawatt Auslieferungen bis zum ersten Quartal 2026 der Bestseller des Konzerns. Die neue 700-Watt-Generation könnte diesen Erfolg fortsetzen – wenn die Nachfrage mitspielt.
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