Die chinesische Tochtergesellschaft des Solarkonzerns JinkoSolar bereitet ein umfangreiches Aktienprogramm für Mitarbeiter vor. Vorgesehen ist ein Anreizplan für das Jahr 2026, der die Ausgabe von bis zu 260 Millionen A-Aktien umfasst. Ein erster Schritt soll dabei die Zuteilung von 234 Millionen Anteilen beinhalten.
Die Umsetzung dieser Maßnahme ist an die Zustimmung der Aktionäre gebunden. Das Vorhaben betrifft die operative Hauptgesellschaft JinkoSolar Co., Ltd. und zielt darauf ab, Schlüsselkräfte langfristig an das Unternehmen zu binden.
Kapitalstruktur und operative Schritte im Fokus
Große Incentive-Pläne dieser Größenordnung können für Bestandsaktionäre eine spürbare Verwässerung bedeuten, falls neue Papiere geschaffen werden. Gleichzeitig versucht das Management damit, in einem hart umkämpften Marktumfeld personelle Stabilität zu sichern.
Parallel dazu meldete der Konzern zuletzt auch Fortschritte im Projektgeschäft. Für das Fischerei-Photovoltaik-Projekt Lianyungang Qingkou Salt Field mit einer Kapazität von 220 Megawatt erhielt das Unternehmen den Zuschlag. Das Gebotsvolumen belief sich auf rund 209 Millionen RMB.
Zudem baut das Unternehmen den Bereich Energiespeicher aus. Die Tochtergesellschaft Jinko ESS kündigte am Montag ein Speicherportfolio mit einer Gesamtkapazität von 220 Megawattstunden in Deutschland an. Die Prüfeinrichtung dieser Sparte erhielt zudem eine Zertifizierung als anerkanntes Prüflabor.
Druck auf die Notierung hält an
Die operativen Neuigkeiten konnten den Abwärtsdruck an den Märkten bislang nicht bremsen. Die Aktie beendete den Handel am Freitag bei 8,14 Euro. Innerhalb der vergangenen 30 Tage summiert sich das Minus im europäischen Handel auf 24 Prozent.
Die Zurückhaltung der Investoren spiegelt die anhaltende Branchenkrise wider. Überkapazitäten und ein anhaltender Preisdruck bei Solarmodulen belasten die Margen der gesamten Solarindustrie.
Zudem sorgten meldepflichtige Transaktionen im Aktionariat für Aufmerksamkeit. Zhuoling International, eine Gesellschaft unter Kontrolle des Direktors Kangping Chen, veräußerte im September 2.020.000 Anteile über den offenen Markt. Chen hält nach diesen Transaktionen weiterhin eine Beteiligung von 13,1 Prozent an dem Solarunternehmen.
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