JinkoSolar sendet Lebenszeichen. Nach einer volatilen Woche und einem neuen Jahrestief bei 13,20 Euro stabilisiert sich das Papier. Zwei neue Großaufträge geben den Ausschlag für das vorsichtige Comeback. Die Aktie notiert aktuell bei 13,60 Euro, was einem Plus von 1,19 Prozent entspricht.
Volle Auftragsbücher in Europa und Asien
In Norddeutschland stattet der Konzern künftig mehrere Solarparks aus. Der Liefervertrag mit einem Projektentwickler umfasst eine Kapazität von 343,79 Megawatt. Zum Einsatz kommen Module der Serie Tiger Neo 3.0. Die Technik ist speziell für Regionen mit wenig Licht und häufiger Bewölkung optimiert.
Parallel dazu feiert das Unternehmen einen Erfolg auf seinem Heimatmarkt. JinkoSolar sicherte sich einen Rahmenvertrag mit der staatlichen China Datang Corporation. Das Volumen liegt bei sechs Gigawatt für die Jahre 2026 und 2027. Damit belegt der Hersteller den ersten Platz in diesem Segment der Ausschreibung.
Neue Standards für Effizienz
Technologisch setzt JinkoSolar verstärkt auf die sogenannte TOPCon-Zelle. Die neuen Module erreichten in Tests einen Wirkungsgrad von 24,8 Prozent. Damit erhielt die Serie als eine der ersten in der Branche das höchste Effizienz-Zertifikat nach neuen nationalen Standards. Die Module sind zudem widerstandsfähiger gegen Hagel und extreme Witterung.
Der Markt bleibt derweil schwierig. Das Management rechnet damit, dass die weltweite Konsolidierung der Solarbranche noch bis 2027 anhält. Erst für 2028 erwartet der Vorstand wieder neue Impulse für den globalen Zubau. Bis dahin liegt der Fokus auf integrierten Lösungen aus Modulen und Speichersystemen.
Anleger erhalten im Juli eine Dividende von 1,50 US-Dollar je ADS. Das entspricht einer Gesamtausschüttung von rund 78,5 Millionen Dollar. Trotz des Kursverlustes von fast 43 Prozent seit Jahresbeginn wertet der Vorstand die Zahlung als Signal für finanzielle Stabilität.
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