Die Aktie von JetBlue legte am Mittwoch deutlich zu und gewann 12 Prozent an Wert. Auslöser war ein Bericht des Mediums Semafor, wonach die Fluggesellschaft Berater beauftragt habe, um mögliche Übernahmeszenarien zu prüfen. Im Fokus stehen dabei United Airlines, Alaska Airlines und Southwest Airlines als potenzielle Käufer.
Laut dem Bericht, der sich auf Personen mit Kenntnis der Angelegenheit beruft, geht es JetBlue vor allem darum zu verstehen, wie eine solche Transaktion in Washington aufgenommen werden könnte. Die regulatorische Bewertung dürfte eine zentrale Rolle spielen, nachdem frühere Fusionsversuche in der Branche an kartellrechtlichen Bedenken gescheitert waren.
JetBlue Airways Corporation Aktie Chart
Verkauf bleibt eine offene Option
Die Planungen befinden sich nach Angaben von Semafor noch in einem sehr frühen Stadium. Es sei unklar, ob JetBlue bereits Gespräche geführt oder konkrete Interessensbekundungen erhalten habe. Die Fluggesellschaft könnte sich auch dafür entscheiden, den Status quo beizubehalten und keine Verkaufsbemühungen zu unternehmen.
JetBlue selbst wollte sich zu den internen Überlegungen nicht äußern. Ein Sprecher verwies gegenüber Semafor lediglich auf die laufende Strategie: „Wir haben bedeutende Fortschritte bei unserer mehrjährigen JetForward-Strategie gemacht und konzentrieren uns darauf, den Plan umzusetzen.“ Diese Formulierung lässt offen, ob ein Verkauf Teil dieser Strategie sein könnte oder ob das Unternehmen eigenständig bleiben will.
Potenzielle Käufer schweigen zu Spekulationen
Die genannten Fluggesellschaften zeigten sich zurückhaltend. United Airlines und Southwest Airlines lehnten eine Stellungnahme gegenüber Semafor ab. Alaska Air reagierte zunächst gar nicht auf eine Anfrage zu dem Bericht. Dieses Schweigen ist bei derartigen Spekulationen allerdings üblich und lässt keine Rückschlüsse auf tatsächliches Interesse zu.
Für Anleger bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickelt. Die Kursreaktion zeigt, dass der Markt eine Übernahme durchaus positiv bewerten würde. Allerdings sind regulatorische Hürden in der Luftfahrtbranche nicht zu unterschätzen, wie bereits erwähnt. Deswegen kann am Ende auch ganz einfach der Wunsch der Vater des Gedankens bleiben.
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