Rohm, Toshiba und Mitsubishi Electric haben am 27. März ein Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet, wie Reuters berichtet. Das Dokument bildet den Startschuss für Gespräche über eine Fusion ihrer Leistungshalbleiter-Sparten (Chips, die elektrischen Strom präzise steuern und regulieren). Das gemeinsame Ziel der drei Japaner: Infineon vom Thron stoßen – oder zumindest so nah wie möglich herankommen.
Infineon Aktie Chart
Japans Antwort auf Infineons Marktführerschaft
Bislang führt Infineon den globalen Markt für Leistungshalbleiter klar an. Das soll sich ändern. Die drei japanischen Konzerne wollen durch gebündelte Technologien, vereinte Produktion und straffere Kosten zum weltweit zweitgrößten Anbieter aufsteigen.
Rohm, Toshiba und Mitsubishi Electric bringen zusammen erhebliche Fertigungskapazitäten und umfangreiche Patentportfolios mit – eine Kombination, die Infineon langfristig zu spüren bekommen dürfte.
Kurs bricht ein – Markt reagiert
Die Börse hat bereits reagiert: Am 27. März verlor die Infineon-Aktie rund 4,7 % und notiert inzwischen rund 30 % unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Analysten sehen den Konzern ohnehin unter Druck – durch abkühlende KI-Nachfrage und hartnäckige Lagerüberhänge im Automobil- und Industriebereich. Der japanische Zusammenschluss trifft Infineon zur denkbar ungünstigsten Zeit.
Denso als Wildcard
Ein weiterer Faktor bleibt im Spiel: Der Toyota-Zulieferer Denso hatte Rohm erst im März wegen einer möglichen Übernahme angesprochen. Ob Denso in das neue Konstrukt einsteigt oder einen eigenen Vorstoß wagt, ist noch offen – könnte die Lage für Infineon aber weiter zuspitzen.
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