Jetzt wird es richtig spannend bei Janus Henderson. Victory Capital hat heute ein Übernahmeangebot von 57,04 Dollar je Aktie vorgelegt. Das ist bemerkenswert, denn erst vor wenigen Monaten hatte der Vermögensverwalter einen Deal über 7,4 Milliarden Dollar mit Nelson Peltz‘ Trian und General Catalyst angekündigt. Victory Capital schert sich offenbar nicht darum und will den Konkurrenten schlucken.
Die Reaktion an der Börse lässt nicht lange auf sich warten. Die Janus Henderson-Aktie klettert vorbörslich um fast 6 Prozent nach oben. Victory Capital selbst gibt dagegen 6 Prozent ab, allerdings bei dünnem Handelsvolumen. Das Angebot setzt sich zusammen aus 30 Dollar in bar und 0,350 Victory Capital-Aktien pro Janus Henderson-Papier. Die Aktionäre von Janus Henderson würden damit rund 38 Prozent am kombinierten Unternehmen halten, das auf einen Unternehmenswert von geschätzten 16 Milliarden Dollar käme.
Victory Capital verspricht bessere Konditionen
Victory Capital behauptet, das eigene Angebot sei nicht nur finanziell attraktiver, sondern auch mit weniger Risiken behaftet. Man verzichte auf Finanzierungsvorbehalte, biete vollständigen Schutz durch spezifische Erfüllungsklauseln und verlange eine niedrigere Zustimmungsschwelle bei Kunden. Zudem sei die Vertragsstrafe für einen Rücktritt geringer. All das soll Janus Henderson überzeugen, den bestehenden Deal mit Trian platzen zu lassen.
Victory Capital betont außerdem, man wolle die Investmentprofis behalten, die Marke Janus Henderson bewahren und Kunden möglichst wenig belasten. Ob das reicht, um den Deal zu kippen, wird sich zeigen. Für Anleger von Janus Henderson ist die Situation jedenfalls hochinteressant. Wer bietet mehr? Die nächsten Wochen dürften turbulent werden.
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