Itron-Aktie: Raymond James sieht das anders!

Raymond James bewertet Itron negativ und sieht eine länger anhaltende Normalisierung der Nachfrage, die der Markt unterschätzt. Die Aktie reagierte mit Kursverlusten.

Auf einen Blick:
  • Raymond James initiiert Coverage mit Underperform-Rating
  • Advanced-Meter-Deployments 2024 rund 30 Prozent über normalem Niveau
  • Markt geht von kurzer Normalisierungsphase aus, Analyst Bobby Zolper bezweifelt das
  • Nächster Aufschwung könnte von deutlich niedrigerer Umsatzbasis starten

Dienstag, Itron-Aktie, minus 3,39 Prozent. Der Auslöser war kein Quartalsbericht, kein Gewinnwarnung, kein Managementwechsel. Es war ein einziger Analyst, der anfing, die Aktie zu covern, und gleich mit einer schlechten Meinung startete.

Ungemütlicher Einstand

Raymond James initiierte die Coverage von Itron mit einem Underperform-Rating. Bobby Zolper, der Analyst hinter der Note, argumentiert, dass das Geschäft gerade von einem Niveau abkommt, das schlicht nicht haltbar war. Advanced-Meter-Deployments lagen 2024 rund 30 Prozent über dem, was als normale Nachfrage gilt. Wer jetzt denkt, das sei schon bekannt und eingepreist, dem hält Zolper entgegen: Die Dauer und das Ausmaß der Normalisierung werden vom Markt unterschätzt.

Itron Aktie Chart

Der Konsens irrt sich, sagt Zolper

Der Markt geht davon aus, dass die Delle kurz ist. Begründung: Itron hat Rekordauftragsbestände, und die Branche ersetzt gerade Geräte, die vor rund 15 Jahren im Zuge des American Recovery and Reinvestment Act installiert wurden. Das klingt nach einem strukturellen Rückenwind, und viele Analysten haben genau das als Argument für eine schnelle Erholung ins Feld geführt.

Zolper glaubt das nicht. Er sieht in den Signalen rund um Projektzeitpläne und verändertes Kundenverhalten Hinweise darauf, dass sich das nicht so schnell auflöst. Sein Fazit: Der nächste Aufschwung kommt später als erwartet, und er startet von einer deutlich niedrigeren Umsatzbasis.

Rekordauftragsbestand, und trotzdem

Das Pikante an der Situation ist eben dieser Auftragsbestand. Normalerweise ist ein Rekordbacklog ein Kaufargument. Zolper dreht es um: Wenn trotz voller Bücher die Deployments normalisieren und das Kundenverhalten sich ändert, sagt der Backlog wenig darüber aus, wann das Geld tatsächlich fließt. Timing ist alles, und genau das ist hier offen.

Minus 3,4 Prozent für eine Analyst-Initiation. Der Markt hat Zolper teilweise recht gegeben, zumindest an diesem Dienstag.

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