Der japanische Handelsriese Itochu erfährt am heutigen Donnerstag massive Unterstützung von prominenter Seite. Greg Abel, der CEO von Berkshire Hathaway, bekräftigte in Interviews mit dem Nachrichtensender CNBC und der Wirtschaftszeitung Nikkei die Absicht, die Beteiligung an den großen japanischen Handelshäusern über Jahrzehnte hinweg zu halten. Diese Nachricht löste an den Märkten deutliche Kursgewinne aus und festigt das Vertrauen in die Strategie der sogenannten Sogo-Shosha.
Strategische Allianz über Jahrzehnte
Berkshire Hathaway hält laut Abel bereits Anteile von mehr als 10 % an jedem der fünf führenden japanischen Handelshäuser, zu denen neben Itochu auch Konkurrenten wie Mitsubishi und Mitsui gehören. Der Investor erwägt zudem, diese Positionen in Zukunft weiter auszubauen.
Für Anleger von Itochu ist dies ein bedeutendes Signal der Stabilität, da Abel ausdrücklich weiteres Gewinnwachstum sowie steigende Dividenden und eine Ausweitung der Aktienrückkäufe in Aussicht stellte.
Bereits vor rund einem Monat kündigte Itochu eigene Maßnahmen zur Kapitalrückführung und neue Investitionen an, was einen Aufwärtstrend der Aktie einleitete, die seither um 12,7 % zulegte.
Die heutige Bestätigung durch den US-Großaktionär verstärkt diesen positiven Impuls. Die Aktie von Itochu verzeichnet heute ein Plus von 5,0 % und notiert damit bei einem Kurs von 12,32 €. Die Marktkapitalisierung des Konzerns wird aktuell mit 79,68 Milliarden € bewertet.
Spitzenwerte bei der Profitabilität
Im direkten Vergleich mit seinen Wettbewerbern sticht Itochu durch eine besonders hohe Profitabilität hervor. Analysen bescheinigen dem Unternehmen eine Eigenkapitalrendite von 14,5 %, was den Spitzenwert innerhalb der Gruppe der fünf großen Handelshäuser darstellt.
Trotz eines Anstiegs der Renditen für zehnjährige japanische Staatsanleihen auf etwa 3 % sieht Greg Abel keine fundamentale Bedrohung für das Geschäftsmodell der Handelshäuser und plant für Berkshire Hathaway sogar die Emission weiterer Anleihen in Yen.
Die Strategie von Berkshire Hathaway in Japan begann bereits im Jahr 2019 unter Warren Buffett und wurde seither stetig ausgebaut. Während der japanische Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor im August ein Fünfmonatshoch von 52,5 erreichte, bleibt die Aufmerksamkeit der internationalen Investoren auf der Neuausrichtung der japanischen Unternehmensführung.
Itochu profitiert dabei von der allgemeinen Marktstimmung, die durch die Auflösung komplexer Überkreuzbeteiligungen und eine stärkere Orientierung am Shareholder Value geprägt ist.
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