ITM Power Aktie: Raffinerieprojekt zielt auf 2029

Symbolbild, KI-generiert

ITM Power erwartet einen bereinigten EBITDA-Verlust von 20 bis 21 Millionen Pfund und treibt ein 150-Megawatt-Projekt voran.

Auf einen Blick:
  • Vorläufige Jahreszahlen folgen am 19. Oktober
  • Verlustprognose auf 20 bis 21 Millionen Pfund angehoben
  • Hydropulse vereinbart Raffinerieprojekt über 150 Megawatt
  • Finale Investitionsentscheidung für 2027 angestrebt

Die Aktie von ITM Power verzeichnete am Freitag ein Kursplus von 2,1 Prozent und ging bei 1,09 Euro aus dem Handel. Für die Aufwärtsbewegung im späten Wochenhandel gab es aus dem Unternehmen keinen gesonderten Auslöser. Marktteilnehmer blicken vor allem auf die bevorstehende Veröffentlichung der vorläufigen Jahresergebnisse.

Vor diesem richtungsweisenden Termin zeigt sich das Papier stabilisiert. Nach deutlichen Schwankungen suchen Anleger nach verlässlichen Hinweisen auf die operative Entwicklung. Die jüngsten operativen Signale rücken die mittelfristige Ausrichtung des britischen Wasserstoffspezialisten wieder stärker in den Fokus.

Bilanztermin rückt in den Fokus

Am 19. Oktober 2026 legt das Unternehmen seine vorläufigen Resultate für das am 30. April 2026 beendete Geschäftsjahr vor. Vor gut einer Woche hob ITM Power die Prognose für den bereinigten EBITDA-Verlust an, der nun zwischen 20 Millionen und 21 Millionen Pfund liegen soll. Die Zielmarken für den Umsatz und den Barmittelbestand blieben dabei unverändert.

Die Verringerung des erwarteten Verlusts sorgte am Markt für spürbare Entlastung. Das Management unterstrich damit die Kostendisziplin im laufenden Geschäftsjahr. Für Investoren kommt es beim bevorstehenden Zwischenbericht darauf an, ob sich die verbesserte Kostenbasis bestätigt und welche Perspektiven sich für die kommenden Quartale abzeichnen.

Fortschritte bei Großprojekten

Zusätzliche Perspektiven eröffnet die Projektpipeline. Die Tochtergesellschaft Hydropulse unterzeichnete am 12. Oktober eine Grundsatzvereinbarung mit einer europäischen Raffinerie über ein grünes Wasserstoffvorhaben mit einer Kapazität von 150 Megawatt. Das Abkommen sieht eine Laufzeit von zehn Jahren vor.

Sollten die Parteien eine verbindliche Vereinbarung schließen, handelte es sich nach Unternehmensangaben um das bislang größte kommerzielle Vorhaben des Konzerns. Derzeit treiben die Partner die detaillierte Vorplanungsstudie voran. Eine finale Investitionsentscheidung wird für das Jahr 2027 angestrebt, während der Produktionsstart für 2029 vorgesehen ist.

Weichenstellung auf der Hauptversammlung

Neben den operativen Meilensteinen bereitet sich das Unternehmen auf das bevorstehende Aktionärstreffen vor. Am 30. Oktober 2026 findet die jährliche Hauptversammlung statt, auf der unter anderem über Beschlüsse zur künftigen Kapitalausstattung entschieden wird. Eine vor dem Wochenende veröffentlichte Korrektur der Einladung reduzierte den vorgeschlagenen Gesamtnennbetrag für bestimmte Eigenkapitaltitel.

Am Kapitalmarkt stützt die Kombination aus Kostendisziplin und neuen Projektschritten die Stimmung. Mit einem Wertzuwachs von 51 Prozent seit Jahresanfang behauptet sich der Titel in einem unverändert herausfordernden Branchenumfeld. Der anstehende Geschäftsbericht dürfte nun Aufschluss darüber geben, wie tragfähig das aktuelle Bewertungsniveau ist.

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