ITM Power hebt seine Prognose an, und zwar deutlich. Der britische Elektrolyseur-Hersteller rechnet für das Geschäftsjahr bis Ende April 2026 mit einem kleineren operativen Verlust als bislang gedacht. Die Aktie legte im Tagesverlauf zu, obwohl der Gesamtmarkt nachgab.
Verlust schrumpft stärker als geplant
Das Unternehmen erwartet ein bereinigtes EBITDA von minus 20 bis minus 21 Millionen Pfund. Das ist rund 27 Prozent besser als die bisherige Prognose. Gegenüber dem Vorjahr beträgt die Verbesserung etwa 38 Prozent.
Bemerkenswert ist, was unverändert blieb: Die Ziele für Umsatz und Liquidität bestätigte ITM Power ausdrücklich. Die bessere Ergebnisprognose beruht demnach nicht auf höheren Erlösannahmen, sondern auf einer günstigeren Kostenseite. Marktbeobachter dürften das als Zeichen operativer Effizienz werten.
Kursreaktion gegen den Trend
Die Aktie stieg zeitweise um 4,8 Prozent auf 93,91 Pence. Zuletzt lag das Plus bei rund vier Prozent. Der Index FTSE AIM 100 tendierte schwächer, auch die US-Börsen notierten im Minus. Der Schub kam also fast ausschließlich aus der Unternehmensmeldung.
Das Papier bleibt dennoch weit von seinem 52-Wochen-Hoch bei 217,6 Pence entfernt. Zuvor war der Kurs unter Druck geraten, ohne dass ein klarer Auslöser erkennbar war. Die Anhebung liefert nun eine fundamentale Begründung für die Erholung.
Der nächste Termin steht
Die vorläufigen Jahreszahlen veröffentlicht ITM Power am 19. Oktober 2026. CEO Dennis Schulz, Finanzchefin Amy Grey und Technikchef Simon Bourne präsentieren sie um 9:00 Uhr britischer Zeit Analysten und Investoren. Dann zeigt sich, ob die Kosteneinsparungen auch bei der Marge sichtbar werden und ob das Management die unveränderten Umsatz- und Cash-Ziele untermauern kann.
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