ITM Power-Aktie: Das gab den nächsten Schub!

Die Aktie von ITM Power hat am Donnerstag ein neues Mehrjahreshoch ausgebildet. Jefferies hatte das Kursziel für den Wasserstoff-Spezialisten deutlich erhöht.

Auf einen Blick:
  • Die ITM-Aktie notierte am Donnerstag erstmals seit Jahren wieder bei 180 Pence
  • Die britische Bank Jefferies hatte ihr Kursziel deutlich von 115 auf 200 Pence angehoben
  • Dies folgte auf mehrere guten Nachrichten im April, vom britischen Staat und Rheinmetall
  • ITM Power hat binnen eines Monats seinen Börsenwert annähernd verdreifacht

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Aktie von ITM Power hat es erneut getan: Am Donnerstag erreichten die Papiere des britischen Elektrolyseur-Herstellers einen Kurs von 180 Pence, das war das nächste Mehrjahreshoch. Wenngleich die Papiere dieses Niveau nicht halten konnten, aktuell in London bei 173 Pence notieren, hat ITM seinen Börsenwert innerhalb eines Monats noch immer fast verdreifach. Hauptreiber war zweifellos der Einstige des britischen Staats beim Unternehmen und eine Vereinbarung mit Rheinmetall Mitte April. Der aktuelle Schub hingegen kommt durch eine neue Analysteneinschätzung.

ITM Power Aktie Chart

Jeffries erhöht ITM-Kursziel auf 200 Pence

Denn laut übereinstimmender, internationaler Berichte, hat Jefferies auf die jüngste Kursrallye bei ITM Power reagiert – mit einer deutlichen Anhebung des Kursziels.  Die britische Bank erhöhte den fairen Wert für den in Sheffield ansässigen Elektrolyseur-Hersteller von 115 Pence auf 200 Pence, mahnte laut der Anlegerseite Proactive „jedoch gleichzeitig zur Vorsicht hinsichtlich der Bewertungen, die allmählich wieder an den Wasserstoff-Hype des Jahres 2021 erinnern“, wie es heißt.

Dennoch hielt Jefferies an der „Kaufempfehlung“ für die ITM-Aktie fest, erkennt aktuell weitere 15 Prozent Kurspotenzial. Diese Anpassung sei „auf eine Kombination aus angehobenen Gewinnprognosen und gesenkten Diskontierungssätzen zurückzuführen“.

ITM Power noch lange nicht profitabel

  • Die Bank hat demnach ihre Annahmen zu den gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (WACC) nach unten korrigiert
  • „Eine Reaktion auf die verbesserte Planungssicherheit und das zunehmend förderliche politische Umfeld“, so der Bericht

Jefferies prognostiziert für ITM laut Proactive im laufenden Geschäftsjahr Umsatzerlöse in Höhe von 41 Millionen Pfund; diese sollen bis 2027 auf 56 Millionen Pfund und bis 2028 auf 71 Millionen Pfund steigen, wobei das Unternehmen voraussichtlich erst im Jahr 2028 den EBITDA-Break-even erreichen werde. Dennoch hat ITM Power zuletzt so etwas wie einen zweiten Frühling an der Börse erlebt.

Britischer Staat investiert 86,5 Millionen Pfund

Bei 64 Pence war die Aktie noch vor genau einem Monat gehandelt worden. Am 9. April aber wurde bekannt, dass das Unternehmen eine Investition von 40 Millionen Pfund von Great British Energy erhalten hat. Mehr noch: „Das britische Ministerium für Energiesicherheit und Klimaneutralität (Department for Energy Security and Net Zero) hat seine Absicht bestätigt, uns einen Zuschuss von 46,5 Millionen Pfund zu gewähren“, teilte ITM damals mit. Die Mittel werden „die Einrichtung einer neuen automatisierten Fertigungslinie mit einer Leistung von 1 GW für unsere Chronos-Stacks der nächsten Generation in Großbritannien unterstützen“.

  • Der zweite Schub kam dann wenige Tage später – als die ITM-Aktie von 94 auf zunächst 145 Pence nach oben schoss
  • Es war die Reaktion der Anleger auf die Bekanntgabe einer strategischen Vereinbarung mit einem deutschen Rüstungskonzern

Hunderte ITM-Elektrolyseure für Rheinmetall-Projekt

Im Mittelpunkt dieser Zusammenarbeit stehe das „Giga PtX“-Projekt von Rheinmetall, das darauf abziele, ein europaweites Netzwerk dezentraler Produktionsanlagen für synthetische Kraftstoffe für die Streitkräfte der NATO aufzubauen, wie ITM Power am 16. April vermeldete. Dieses Netzwerk solle dazu dienen, die energetische Resilienz im Verteidigungsbereich, die souveräne Kraftstoffversorgung sowie die operative Einsatzbereitschaft zu stärken, wie es hieß.

Das Projekt mit dem deutschen Rüstungskonzern sieht demnach die Errichtung mehrerer hundert dezentraler Produktionsanlagen in ganz Europa vor. Diese verfügen jeweils über eine Elektrolysekapazität von bis zu 50 MW und seien in der Lage, pro Anlage jährlich etwa 5.000 bis 7.000 Tonnen E-Fuels zu produzieren. „Durch die Zusammenführung der Power-to-X-Expertise von Rheinmetall mit den marktführenden Elektrolysesystemen von ITM bündeln die beiden Partner ihre Kompetenzen, ihr Know-how sowie ihren starken Ruf am Markt“, so die damalige Mitteilung. Der Schwerpunkt der Zusammenarbeit wird zunächst auf dem Vereinigten Königreich liegen.

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