Teuer, aber extrem gefragt. Der iShares MSCI World ETF von BlackRock sammelt Milliarden ein. Konkurrenten unterbieten die Gebühren des Fonds massiv. Große Investoren bleiben dem Produkt dennoch treu.
Präzision schlägt Preis
Der Kostendruck im ETF-Markt nimmt 2026 spürbar zu. Invesco und BNP Paribas verlangen für ihre MSCI World ETFs nur noch 0,05 Prozent. BlackRock ruft für den URTH dagegen satte 0,24 Prozent auf.
Trotzdem flossen dem Fonds in den vergangenen zwölf Monaten netto 1,86 Milliarden US-Dollar zu. Das verwaltete Vermögen steigt damit auf rund 8,25 Milliarden US-Dollar. BlackRock rechtfertigt den Preisaufschlag mit einer extrem geringen Tracking-Differenz. Der Fonds weicht nur minimal vom Index ab.
Das überzeugt auch Analysten. Morningstar verlieh dem ETF Ende April sein höchstes Gold-Rating. Die Experten gewichten die Prozessqualität nun höher als die reinen Kosten.
Tech-Riesen treiben den Kurs
Das Portfolio besteht aus über 1.300 Einzelwerten. Die Rendite hängt aber stark von wenigen US-Technologiekonzernen ab. Nvidia führt die Liste mit einem Gewicht von über sechs Prozent an. Apple und Microsoft folgen dicht dahinter. Insgesamt macht der IT-Sektor fast 30 Prozent des Fonds aus.
Diese Konzentration trieb den Kurs zuletzt kräftig an. Aktuell notiert der ETF bei 199,65 US-Dollar. Das ist nur knapp unter dem jüngsten Jahreshoch. Seit Januar steht ein Plus von rund neun Prozent auf der Anzeigetafel.
Ein technischer Indikator mahnt allerdings zur Vorsicht. Der RSI-Wert liegt bei über 94. Das signalisiert einen extrem überkauften Markt. Das hohe Kurs-Gewinn-Verhältnis von fast 26 erfordert weiteres starkes Gewinnwachstum der Tech-Schwergewichte. Enttäuschungen verzeiht diese Bewertung kaum.
Umschichtung Ende Mai
Am 29. Mai steht das nächste strukturelle Ereignis an. MSCI passt die Zusammensetzung seiner Indizes an. Portfoliomanager müssen ihre Positionen entsprechend umschichten. Wenige Tage später ändert sich auch die Berechnungsmethode für den Streubesitz. Diese technischen Anpassungen werden zeigen, ob die Dominanz der Mega-Caps im Portfolio leicht abnimmt.
Ein weiteres Risiko braut sich im Gesundheitssektor zusammen. Die Branche macht knapp zehn Prozent des Fonds aus. Ende Juli tritt eine neue Abgabe für europäische und asiatische Pharmaproduzenten in Kraft. Eskalieren die Handelskonflikte rund um diese Steuer, trifft das den ETF direkt.
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