iShares MSCI Israel ETF: Teva bei 37,3 Mrd Dollar

Die israelische Notenbank signalisiert weitere Zinssenkungen, während Technologiewerte den ETF belasten.

Auf einen Blick:
  • Notenbank senkt Leitzins auf 3,5 Prozent
  • Zwei weitere Zinsschritte erwartet
  • Finanzsektor stabil, Tech-Werte schwach
  • Tel Aviv gewinnt als Börsenplatz

Die Protokolle der israelischen Notenbank rücken am heutigen Montag in das Zentrum der Aufmerksamkeit. Anleger suchen nach konkreten Hinweisen auf das Tempo künftiger geldpolitischer Lockerungen. Der iShares MSCI Israel ETF schloss die vergangene Handelswoche bei 103,68 Euro.

Notenbank signalisiert Lockerung

Die Bank of Israel senkte den Leitzins bereits Anfang Juli auf 3,5 Prozent. Dies markierte den zweiten Zinsschritt nach unten im laufenden Jahr. Ein Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran entspannte die Lage am Energiemarkt spürbar.

Derweil signalisierte die Zentralbank einen schrittweisen Übergang zu einer akkommodierenderen Politik. Aktuelle Prognosen deuten auf zwei weitere Zinssenkungen innerhalb der nächsten zwölf Monate hin. Das stützt primär den heimischen Bankensektor, der ein wichtiges Standbein des Portfolios bleibt.

Tech-Schwäche bremst Finanz-Stärke

Innerhalb des ETFs zeigt sich eine deutliche Kluft zwischen den Sektoren. Während Finanzdienstleister rund 35 Prozent des Fondsgewichts ausmachen und zuletzt Widerstandsfähigkeit bewiesen, gerieten Technologiewerte unter Druck. Tower Semiconductor verlor massiv an Boden, obwohl das Unternehmen den Ausbau seiner Produktionskapazitäten vorantreibt.

Teva Pharmaceutical Industries kämpft parallel dazu mit einem anhaltenden Abwärtstrend an der Wall Street. Der Börsenwert des Schwergewichts schrumpfte zuletzt auf rund 37,3 Milliarden Dollar. Das belastet den Fonds spürbar, da Teva die größte Einzelposition im Index darstellt.

Tel Aviv als Börsenplatz gefragt

Trotz der Volatilität gewinnt der Börsenplatz Tel Aviv an strategischer Bedeutung. Das US-Fintech Lendbuzz prüft derzeit einen Börsengang in Israel statt an der Nasdaq. Solche Pläne unterstreichen die wachsende Attraktivität der lokalen Handelsplattform für internationale Wachstumsunternehmen.

Der ETF blickt seit Jahresbeginn auf ein Plus von 10,75 Prozent. Die heute veröffentlichten Sitzungsprotokolle werden zeigen, wie fest die Notenbank die zwei angekündigten Zinsschritte für das kommende Jahr tatsächlich eingeplant hat.

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