iShares MSCI Global Semiconductors ETF: Broadcom mit 221 Prozent KI-Wachstum

Symbolbild, KI-generiert

Der Halbleitersektor erholt sich dank Memory-Aktien und robuster US-Daten. Broadcom meldet starkes KI-Geschäft trotz vorsichtiger Prognose.

Auf einen Blick:
  • Halbleiter-ETF legt 2,7 Prozent zu
  • SanDisk und Micron deutlich fester
  • Broadcom steigert KI-Umsatz um 221 Prozent
  • US-Arbeitsmarkt übertrifft Erwartungen deutlich

Am gestrigen Freitag verzeichnete der Halbleitermarkt eine deutliche Erholung, angeführt von einer starken Nachfrage nach Speicherlösungen und robusten Arbeitsmarktdaten aus den USA.

Der iShares MSCI Global Semiconductors UCITS ETF legte im Handel am Freitag um 2,7 Prozent zu und schloss bei 16,96 Euro. Damit setzt das Papier seinen beeindruckenden Wachstumskurs fort und weist seit Jahresbeginn ein Plus von 78 Prozent auf.

Während ein vorsichtiger Ausblick des Schwergewichts Broadcom zunächst für Unsicherheit sorgte, überwogen am Ende die positiven Impulse aus dem Memory-Segment und die Hoffnung auf eine stabile US-Konjunktur.

KI-Nachfrage treibt Memory-Spezialisten

Die Branche profitierte am Freitag insbesondere von einer massiven Rückkehr der Investoren in den Bereich der Speicherchips. Nachdem die Kurse in diesem Segment zuletzt unter Druck geraten waren, lösten Käufe bei Titeln wie Micron Technology und SanDisk eine breite Erholung aus.

Medienberichten zufolge kletterten die Papiere von SanDisk um 6,74 Prozent, während Micron Technology einen Zuwachs von 4,09 Prozent verbuchte. Auch die Papiere von SK Hynix und Western Digital legten deutlich zu. Gestützt wurde diese Entwicklung durch die Erwartung, dass der Bedarf an Speicher- und Rechenkapazitäten für Künstliche Intelligenz (KI) weiterhin das Angebot übersteigt.

Parallel dazu lieferte Broadcom gemischte Signale. Das Unternehmen meldete für das dritte Quartal einen Umsatz mit KI-Halbleitern von 16,7 Milliarden US-Dollar, was einer Steigerung von 221 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Dennoch blieb die Umsatzprognose für das vierte Quartal mit 34,8 Milliarden US-Dollar leicht hinter den hohen Erwartungen einiger Marktteilnehmer zurück. Analysten werteten die Zahlen dennoch als Beleg für einen intakten Investitionszyklus, da die Nachfrage nach Netzwerkkomponenten und spezialisierten KI-Chips ungebrochen hoch bleibt.

Makroökonomische Entspannung stützt Chip-Werte

Zusätzlichen Auftrieb erhielt der Sektor durch die Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten. Mit 162.000 neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft im August übertrafen die Zahlen die Markterwartungen von rund 53.000 deutlich.

Die Arbeitslosenquote verharrte bei 4,1 Prozent. Diese Daten minderten die Sorge vor einer unmittelbar bevorstehenden Rezession und signalisierten eine wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit, die den zinssensitiven Technologiewerten zugutekommt.

Die langfristige Dynamik der Branche wird zudem durch strategische Zukäufe und hohe Investitionsankündigungen untermauert. So gab Infineon am 24. August die Übernahme von C2i Semiconductors bekannt, um die Steuerungskapazitäten für KI-Rechenzentren zu erweitern.

Bereits am 21. August kündigte Micron an, über das nächste Jahrzehnt hinweg 10 Milliarden US-Dollar in ein Forschungszentrum für Speicherarchitekturen und Packaging in Boise zu investieren.

Laut Angaben der Semiconductor Industry Association erreichte der weltweite Halbleiterumsatz im zweiten Quartal 2026 bereits 403,3 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 35,1 Prozent gegenüber dem ersten Quartal entspricht.

Die marktbeherrschende Stellung von Nvidia wurde bereits am 26. August durch die Meldung eines Quartalsumsatzes von 96,2 Milliarden US-Dollar erneut bestätigt.

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