iShares Global Semiconductors ETF: 7,04% Wochensturz, SK Hynix minus 14,57%

Schwere Verluste bei asiatischen Chipwerten drücken den Halbleiter-ETF. Analysten warnen vor Überbewertung im Sektor.

Auf einen Blick:
  • ETF verliert über sieben Prozent in einer Woche
  • Samsung und SK Hynix mit zweistelligen Kursverlusten
  • Wall-Street-Warnsignal belastet die Stimmung
  • Fonds notiert 14 Prozent unter dem Rekordhoch

Eine globale Verkaufswelle erfasst die Halbleiterbranche. Der Abverkauf begann an der Wall Street. Nun reißt er asiatische Chiphersteller massiv mit in die Tiefe. Der iShares MSCI Global Semiconductors ETF spürt diese Dynamik deutlich. Das Papier verlor in den vergangenen sieben Tagen 7,04 Prozent an Wert. Der Schlusskurs lag am Donnerstag bei 18,42 Euro.

Asiens Tech-Giganten stürzen ab

Südkoreas größte Chiphersteller traf es besonders hart. Die Aktien von Samsung Electronics sackten um 9,06 Prozent ab. SK Hynix stürzte am selben Tag sogar um 14,57 Prozent ab. Die Folge: Milliardenwerte lösten sich in Luft auf.

Dabei verkündete SK Hynix zeitgleich massive Ausbaupläne. Konzernchef Kwak Noh-jung investiert umgerechnet 64 Milliarden US-Dollar in Südkorea. Im nächsten Jahr beginnt der Bau einer neuen Fabrik. Anfang 2029 soll die Anlage den Betrieb aufnehmen. Die Börse ignorierte diese positiven Zukunftspläne komplett.

Warnsignale der Wall Street

Der asiatische Kursrutsch folgte direkt auf schwache US-Vorgaben. Micron Technology verlor am Mittwoch mehr als zehn Prozent. Auch Sandisk gab zweistellig nach. Schwergewichte wie Nvidia und Broadcom verzeichneten leichte Verluste. Kleinere Werte wie Shanghai Iluvatar CoreX rutschten massiv ab.

Zuvor hatte die Bank of America vor einer Blasenbildung im Sektor gewarnt. Analysten fordern nun mehr Disziplin bei der Bewertung. Marktbeobachter sehen darin nicht zwingend das Ende des KI-Booms. Vielmehr bewerten Investoren die kurzfristigen Risiken derzeit völlig neu.

Hohe Schwankungen bleiben

Die annualisierte Volatilität des ETFs liegt bei über 68 Prozent. Das zeigt die extreme Nervosität im Markt. Dennoch steht seit Jahresbeginn ein sattes Plus von rund 86 Prozent auf der Kurstafel. Aktuell notiert der Fonds knapp 14 Prozent unter seinem Rekordhoch aus dem späten Juni.

Am 10. Juli geht SK Hynix einen strategisch wichtigen Schritt. Das Unternehmen bringt amerikanische Hinterlegungsscheine an die Nasdaq. Das öffnet die Tür für US-Investoren. Hält der ETF-Kurs die wichtige 50-Tage-Linie bei 17,72 Euro nicht, drohen dem gesamten Halbleiter-Fonds kurzfristig weitere Rücksetzer.

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