Die Rendite stimmt, das Vertrauen schwindet. Beim iShares Global Clean Energy ETF ziehen Anleger derzeit massiv Geld ab. Allein im letzten Monat flossen rund 218 Millionen US-Dollar aus dem Fonds.
Dieser Betrag entspricht einem Rückgang des verwalteten Vermögens um knapp acht Prozent. Die Entwicklung überrascht auf den ersten Blick. Immerhin lieferte der ETF auf Jahressicht eine Rendite von 42,4 Prozent.
Geopolitik und US-Wahlkampf belasten
Der Sektor reagiert extrem sensibel auf Nachrichten aus Washington. Berichte über ein mögliches Verbot chinesischer Wechselrichter sorgten zuletzt für Unruhe. Davon profitierten zwar US-Hersteller wie First Solar, allerdings überwiegt die allgemeine Unsicherheit.
Parallel dazu drücken steigende Ölpreise und militärische Konflikte im Nahen Osten auf die Stimmung. Solche geopolitischen Spannungen verteuern oft die Produktionskosten für grüne Infrastruktur. Das belastet die ohnehin schwankungsanfälligen Aktienkurse im Portfolio.
Positive Impulse durch sinkende Inflationsdaten im Juni verpufften schnell wieder. Die hohe Volatilität von jährlich rund 38 Prozent schreckt vorsichtige Investoren ab. Der Fokus liegt nun auf der Widerstandsfähigkeit der großen Technologie-Positionen.
Annäherung an den überverkauften Bereich
Mit einem Schlusskurs von 18,35 US-Dollar notiert der Fonds deutlich unter seinen Höchstständen. Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt aktuell bei 35,3 Punkten. Das deutet auf eine technisch überverkaufte Situation hin.
Das Portfolio bleibt mit 105 Werten breit diversifiziert. Schwerpunkte bilden Versorger wie Nextpower und Industrieunternehmen. Investoren stellen sich auf weitere Schwankungen ein, solange die politische Richtung in den USA ungeklärt bleibt.
Die jüngsten Mittelabflüsse zeigen eine deutliche Gewinnmitnahme nach der starken Rally des Vorjahres. Investoren sichern ihr Kapital vor den kommenden US-Wahlen ab. Der Sektor braucht jetzt neue politische Impulse, um den Abwärtstrend der letzten 30 Tage zu stoppen.
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