iRobot-Aktie: Delisting fix!

Nach dem abgeschlossenen Chapter-11-Verfahren ist iRobot nun vollständig in Privatbesitz. Die bisherigen Aktionäre erhalten keine Entschädigung für ihre wertlos gewordenen Anteile.

Auf einen Blick:
  • Alle Stammaktien wurden annulliert
  • Keine Ausgleichszahlung für Aktionäre
  • Firma ist nun privat und nicht mehr börsennotiert
  • Übernahme durch chinesischen Partner Picea abgeschlossen

Für iRobot ist das Kapitel Börse endgültig geschlossen. Nach dem Abschluss des Chapter-11-Verfahrens gehört der Robotikhersteller nun vollständig dem chinesischen Käufer Shenzhen PICEA Robotics (Picea) – und die bisherigen Aktionäre gehen leer aus. Was heißt das konkret für die alten iRobot-Aktien? Sie wurden im Zuge der Transaktion vollständig aus dem Verkehr gezogen.

Restrukturierung: Aktie wertlos gestellt

Der vom US-Insolvenzgericht in Delaware bestätigte Reorganisationsplan ist seit dem 23. Januar wirksam. Grundlage war eine bereits im Dezember angekündigte Restrukturierungsvereinbarung (Restructuring Support Agreement).

Kern der Umsetzung: Picea übernahm 100% der Eigenkapitalanteile an der neu aufgestellten Gesellschaft. Für Anleger im Streubesitz war das Ergebnis eindeutig. Sämtliche zuvor ausstehenden iRobot-Stammaktien wurden „cancelled, discharged, and extinguished“ – also annulliert und rechtlich beendet. Eine Ausschüttung oder irgendeine Form der Erholung für Aktionäre sahen die Unterlagen ausdrücklich nicht vor.

Nasdaq-Abgang in Etappen

Auch der regulatorische Rückzug von der Nasdaq war bereits vor dem formalen Ende des Chapter-11-Verfahrens weitgehend durchgezogen:

  • 22. Dezember: Die Nasdaq setzte den Handel mit iRobot-Papieren aus – kurz nach dem Insolvenzantrag.
  • 15. Januar: Die Börse reichte Form 25 bei der SEC ein. Damit wurde das Wertpapier formal von Listing und Registrierung gestrichen.
  • Ende Januar: Mit Form 15 setzte iRobot zusätzlich seine Berichtspflichten nach dem Exchange Act aus.

Unterm Strich: Das frühere Börsenkürzel „iRobot“ ist damit kein handelbares Instrument mehr.

Hintergrund: Nach dem Amazon-Aus kam Picea

Die Transaktion beendet eine schwierige Phase, die nach dem Scheitern der geplanten Amazon-Übernahme Anfang 2024 (wegen regulatorischer Hürden) an Schärfe gewann. Danach kämpfte iRobot laut Bericht mit Liquiditätsproblemen und zunehmendem Wettbewerbsdruck.

Die Lösung kam über Picea – langjähriger Auftragsfertiger und Kreditgeber. Die Übernahme wurde so strukturiert, dass sie die Bilanz entlastet und den operativen Fortbestand sichern soll. Der Preis dafür: Das börsennotierte Eigenkapital wurde vollständig ausgelöscht.

iRobot führt Betrieb, Produktsupport und Entwicklung unter der neuen, privaten Eigentümerstruktur weiter – ohne SEC-Berichterstattung und ohne eine börsennotierte Aktie.

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