IREN Aktie: JPMorgan hebt Kursziel auf 65 Dollar

Symbolbild, KI-generiert

JPMorgan bewertet IREN optimistischer, während höhere Vertragspreise die Ertragschancen stärken und der Ausbau der Rechenzentren voranschreitet.

Auf einen Blick:
  • JPMorgan hebt IREN auf Overweight
  • Kursziel steigt auf 65 Dollar
  • Neue Verträge erzielen höhere Preise
  • Sweetwater 1 bereits in Betrieb

Ein deutlicher Stimmungsumschwung bei JPMorgan Chase & Co. sorgt für Aufmerksamkeit bei Anlegern von IREN. Die US-Bank vollzog gestern eine doppelte Heraufstufung der Aktie von „Underweight“ direkt auf „Overweight“. Gleichzeitig hob das Institut das Kursziel von 46,00 auf 65,00 Dollar an. Im gestrigen Handel schloss das Papier bei 37,46 Euro.

Höhere Vertragspreise stützen Ertragskraft

Als wesentlichen Treiber für die neue Einschätzung sieht das Analysehaus die Preisentwicklung bei neu abgeschlossenen Verträgen. Medienberichten zufolge erzielt IREN für neuere Vereinbarungen Preise von 15 bis 20 Dollar pro Watt oder mehr. Frühere Abschlüsse lagen dagegen noch bei rund 10 bis 15 Dollar pro Watt.

Dieser Preissprung verbessert die wirtschaftlichen Perspektiven für die Rechenzentrumskapazitäten deutlich. Für das Unternehmen bedeutet das wachsende Einnahmen je bereitgestellter Stromeinheit, was die Profitabilität des kapitalintensiven Infrastrukturausbaus stärkt.

Markt fordert verlässliche Umsetzung

Trotz des Analystenlobs steht das Management unter genauer Beobachtung der Investoren. Co-CEO Daniel Roberts betonte auf einer Technologiekonferenz in San Francisco, dass reine Vertragsankündigungen an den Märkten nicht mehr ausreichen. Investoren fordern inzwischen den tatsächlichen Nachweis betriebsbereiter Rechenzentren.

Im Fokus der Debatte steht dabei die Lücke zwischen dem bestehenden Geschäft und den ambitionierten Zielen. IREN wies für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 im Segment AI Cloud Erlöse von 70,5 Millionen Dollar aus. Dem steht ein vertraglich gebundener, annualisierter Umsatz von vier Milliarden Dollar für das Jahresende 2026 gegenüber, von dem sich eine Milliarde Dollar im laufenden Betrieb befindet.

Für Anleger entscheidet sich der weitere Kursverlauf vor allem daran, ob IREN diesen gewaltigen Hochlauf ohne operative Verzögerungen bewältigen kann.

Infrastrukturausbau schreitet voran

Um die vertraglichen Zusagen zu erfüllen, investiert das Unternehmen massiv in eigene Standorte. IREN plant für das Geschäftsjahr 2027 Investitionsausgaben in einer Spanne von 25 bis 30 Milliarden Dollar. Diese Mittel fließen unter anderem in vertraglich gebundene Kapazitäten für Microsoft sowie in neue flüssigkeitsgekühlte Rechenzentren.

Wesentlicher Baustein der langfristigen Pipeline bleibt der Sweetwater Hub mit einer Gesamtkapazität von zwei Gigawatt, dessen Hochspannungsumspannwerk am Teilstandort Sweetwater 1 bereits in Betrieb genommen wurde.

Dort läuft der Bau von 300 Megawatt an Rechenzentrumskapazität, deren Bereitstellung für das vierte Quartal 2027 anvisiert ist. Das Projekt erhielt vor gut einer Woche die bedingte Aufnahme in das Batch-Zero-Verfahren des texanischen Netzbetreibers ERCOT als Grundlast.

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