West Texas, April 2026: Das 1.400-Megawatt-Rechenzentrum Sweetwater 1 steht kurz vor der Netzeinspeisung. Für IREN ist das kein gewöhnlicher Betriebsschritt — es ist der Moment, an dem aus einem Bauprojekt ein laufendes Geschäft wird.
Vom Versprechen zur Kilowattstunde
Sweetwater 1 soll einer der größten KI-Computing-Standorte Nordamerikas werden. Das Gelände in West Texas umfasst zusammen mit dem geplanten Sweetwater 2 rund 1.800 Acres und bietet Platz für über 700.000 flüssigkeitsgekühlte GPUs. Die direkte Anbindung an das ERCOT-Stromnetz und Glasfaserverbindungen mit unter zehn Millisekunden Latenz zu den nächsten Hyperscaler-Regionen machen den Standort strategisch wertvoll.
Der Markt hat die Netzeinspeisung bereits eingepreist. Am 15. April stieg die Aktie um 3,3 Prozent auf 48,82 Dollar — bei einem Handelsvolumen von knapp 32 Millionen Aktien. Einen einzelnen Auslöser gab es nicht. Wahrscheinlicher ist eine Kombination aus Sektor-Momentum, leicht steigenden Bitcoin-Preisen und gezieltem Positionieren vor dem Meilenstein.
Microsoft-Vertrag als Fundament
Hinter der Infrastruktur steht ein konkreter Auftrag. Ende 2025 schloss IREN einen Cloud-Vertrag mit Microsoft ab — Volumen: 9,7 Milliarden Dollar. Das ist der primäre kommerzielle Treiber für 2026. Die bereits vertraglich gesicherte annualisierte Umsatzrate liegt bei rund 2,3 Milliarden Dollar.
Das Unternehmen hat insgesamt 4,5 Gigawatt Stromkapazität gesichert. Für das Ziel von 3,4 Milliarden Dollar jährlich wiederkehrendem Umsatz braucht es davon bislang nur zehn Prozent. Der Rest bleibt als Optionswert für künftige Hyperscaler-Deals.
IREN Limited Aktie Chart
Bewertung auf Zukunftskurs
Die Aktie ist teuer — das ist kein Geheimnis. Ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von rund 30,7 und ein KGV von über 70 spiegeln wider, dass der Markt IREN an künftigen KI-Cashflows misst, nicht an heutigen Gewinnen. Die Vorsteuermarge liegt bei minus 60 Prozent, das Nettoergebnis ist negativ.
Elf Analysten vergeben dennoch mehrheitlich ein Kaufurteil. Die Kursziele reichen von 62,50 bis 77,00 Dollar — das entspricht einem Aufwärtspotenzial von 32 bis 63 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau.
Phase 2 wartet bereits
Parallel plant IREN den 600-Megawatt-Standort Sweetwater 2 im Fisher County. Die Netzeinspeisung ist für 2028 vorgesehen. Schon heute laufen Planungen für eine direkte Glasfaserverbindung zwischen beiden Standorten.
Sweetwater 1 markiert den Übergang von der Bauphase in den Betrieb. Gelingt IREN die Hochlaufphase reibungslos und sichert weitere Hyperscaler-Verträge, könnte das Unternehmen seinen Jahresgewinn-Kurs deutlich früher als erwartet erreichen. Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 25 Prozent zugelegt — ob das Fundament dafür trägt, zeigt sich in den nächsten Wochen, wenn der Strom tatsächlich fließt.
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