Bernstein hat gestern das Kursziel für IREN von $100 auf $55 gesenkt. Analyst Gautam Chhugani begründete den Schritt mit Unsicherheit über Genehmigungen für Netzanschlüsse in Texas. Die Aktie verliert heute 15%; bereits gestern stand sie im Umfeld eines Ausverkaufs bei Neocloud- und Rechenzentrumswerten unter Druck.
Netzanschlüsse und Investitionen im Blick
Medienberichten zufolge verstärkten Erfolge der Demokraten bei den Wahlen die Befürchtung, dass Texas Rechenzentren künftig strenger regulieren könnte. Der gestrige Rückgang betraf damit nicht allein IREN, sondern auch andere Aktien aus diesem Bereich. Die Sorgen richten sich auf mögliche strengere Regeln, nicht auf eine bereits beschlossene Verschärfung.
Beim überarbeiteten Zeitplan des Microsoft-Projekts kommen operative Fragen hinzu: Medienberichten zufolge führten Verzögerungen am IREN-Rechenzentrumsstandort Childress in Texas dazu, dass Microsoft geplante Ausgaben für das Septemberquartal verschob.
Welcher Anteil von Microsofts Investitionslücke von rund $5 Milliarden auf IREN entfiel, ging aus dem Bericht allerdings nicht hervor. Die genannte Summe lässt sich deshalb nicht insgesamt dem Projekt zuordnen.
Finanzierung für bestehende Ausrüstung abgeschlossen
Eine abgeschlossene Kapitalmaßnahme meldeten IREN und Wingspire Equipment Finance am 28. Oktober: Beide schlossen eine Ausrüstungsfinanzierung über $363 Millionen ab. Die Transaktion refinanzierte GPU-Server und Netzwerksysteme, die bereits Umsätze erwirtschaften.
An der Finanzierung beteiligte sich eine Gruppe aus sechs Kreditgebern. Eldridge Capital Management und Silver Point Capital führten diese Gruppe an. Gegenstand der Vereinbarung war damit bereits ertragsbringende technische Ausrüstung, während sich die von Bernstein angesprochene Unsicherheit auf Genehmigungen für Netzanschlüsse in Texas bezog.
IREN hat die Veröffentlichung der Ergebnisse für das am 30. September 2026 beendete Quartal für heute angekündigt.
Mehr als mögliche strengere Regeln in Texas beschäftigen mich die Medienberichte über Verzögerungen in Childress, nach denen Microsoft geplante Ausgaben verschob. Überzeugt bin ich erst, wenn klar ist, welcher Anteil der rund $5 Milliarden auf IREN entfiel.
Stand heute, 06. November: IREN Ltd. (ex Iris Energy) – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in IREN Ltd. (ex Iris Energy) investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 06. November gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.
