Sinkende Umsätze, aber wachsende Auftragsbücher – bei IPSOS zeigt sich zum Jahresauftakt 2026 ein zweigeteiltes Bild. Während Währungseffekte das Ergebnis drücken, setzt das Management auf massive Aktienrückkäufe und eine neue Digitalstrategie.
Der Marktforscher meldet für das erste Quartal einen Umsatz von 554,9 Millionen Euro. Das entspricht einem Rückgang von 2,4 Prozent. Vor allem der starke Euro belastete das Geschäft gegenüber dem US-Dollar.
Organisch schrumpfte der Erlös um 1,4 Prozent. Indes wuchs der Auftragsbestand bis Ende März um ein Prozent. Das Management sieht sich damit im Plan für das laufende Geschäftsjahr.
Neue Strategie und Führung
Ipsos setzt seit Januar auf den Strategieplan „Horizons“. Dieser Fokus liegt auf künstlicher Intelligenz und moderner Datennutzung. Alexandre Boissy unterstützt als neuer stellvertretender CEO seit April die Umsetzung dieser Pläne.
Das Unternehmen nutzt die aktuelle Marktlage für Rückkäufe. Allein in der ersten Maiwoche erwarb Ipsos 65.570 eigene Aktien. Die Preise lagen dabei zwischen 36,71 Euro und 37,63 Euro.
Aktuelle Umfragen des Hauses unterstreichen die wirtschaftliche Lage in den USA. 64 Prozent der Amerikaner spüren finanzielle Folgen durch gestiegene Benzinpreise. Ein Großteil macht den Iran-Konflikt dafür verantwortlich.
Rückkaufprogramm bis Jahresende
Die jüngsten Käufe gehören zu einem Rückkaufprogramm über 100 Millionen Euro. Bis Ende 2026 sollen diese Anteile zur Vernichtung eingezogen werden. Die Aktie notiert aktuell bei 36,24 Euro.
Der Fokus liegt nun auf der operativen Marge im zweiten Halbjahr. Gelingt die Transformation durch „Horizons“, könnte der Konzern die Währungseffekte ausgleichen. Am Markt wird vor allem auf die Entwicklung des US-Geschäfts geachtet.
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