63 Prozent im Plus seit Jahresbeginn. Das war die Ausgangslage für IPG Photonics, bevor der Faserlaser-Hersteller am Dienstag seinen Ausblick auf das zweite Quartal veröffentlichte. Danach war die Aktie um mehr als 25 Prozent billiger. Alles auf einmal.
Der Ausblick hat nicht gezündet
IPG erwartet für das zweite Quartal einen Umsatz zwischen 260 und 290 Millionen Dollar. Die Mitte liegt bei 275 Millionen, die Analystenschätzung stand bei 275,75 Millionen Dollar. Klingt nach fast nichts, doch der Markt sah das anders. Beim bereinigten Gewinn je Aktie rechnet das Unternehmen mit 0,25 bis 0,55 Dollar, Mittelpunkt 0,40 Dollar, und damit knapp unter den erwarteten 0,43 Dollar. Die bereinigten Bruttomargen sollen zwischen 37 und 40 Prozent liegen, die operativen Kosten zwischen 92 und 95 Millionen Dollar.
Für sich genommen sind das keine Katastrophenzahlen. Aber nach einer Rallye von 63 Prozent braucht es eben keine Katastrophe, um eine Korrektur auszulösen. Ein kleines Verfehlen reicht.
IPG Photonics Aktie Chart
Q1 war eigentlich solide
Das Quartal selbst lief gemischt. Der Umsatz für den Zeitraum bis Ende März kam bei 265,5 Millionen Dollar rein, die Schätzung lag bei 257 Millionen. Auf der Erlösseite also ein klares Plus. Beim bereinigten Gewinn je Aktie allerdings 0,29 Dollar statt der erwarteten 0,31 Dollar. Knapp daneben, aber daneben.
TRUMPF-Streit erledigt
Immerhin eine echte gute Nachricht steckte in der Meldung: IPG hat seinen Patentstreit mit TRUMPF Laser- und Systemtechnik SE beigelegt. Details nannte das Unternehmen nicht. Der Markt hat es zur Kenntnis genommen und dann trotzdem verkauft.
63 Prozent aufgebaut, 25 Prozent an einem Tag abgebaut. Das ist die Quittung, wenn der Ausblick auch nur einen Hauch zu schwach ausfällt.
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