IonQ hat gleich zwei Meldungen auf einmal rausgehauen. Erstens: Das Unternehmen hat zwei unabhängige Trapped-Ion-Quantensysteme erstmals photonisch miteinander verbunden. Zweitens: IonQ wurde für das DARPA-Programm HARQ ausgewählt, kurz für Heterogeneous Architectures for Quantum. Klingt sperrig, ist aber tatsächlich relevant.
Was die photonische Verbindung bedeutet
Bislang war Quantencomputing im Wesentlichen eine Einzelkämpfer-Disziplin. Ein Prozessor, eine Box, ein System. IonQ hat nun zum ersten Mal zwei kommerzielle Quantencomputer über eine Distanz miteinander verschränkt, also Quantenentanglement zwischen zwei getrennten Maschinen erzeugt, übertragen und nachgewiesen. Das ist keine Laborkuriosität mehr. Die Kohärenz, die für ernsthafte Quantenoperationen nötig ist, blieb dabei erhalten. Mitfinanziert wurde das Ganze durch das Air Force Research Laboratory. Wer zahlt, der will auch Ergebnisse sehen, und offenbar hat IonQ geliefert.
Das Unternehmen spricht von Wiederholbarkeit und Zuverlässigkeit der Hardware. Genau das ist der Punkt, an dem viele Quantenversprechen bisher gescheitert sind.
IonQ Aktie Chart
DARPA setzt auf IonQ als Netzknotenpunkt
Beim HARQ-Programm geht es darum, verschiedene Qubit-Typen, also Trapped Ions, neutrale Atome und supraleitende Qubits, zu einem vernetzten Hochleistungssystem zu verbinden. IonQ liefert dabei die Quantenspeicher, die als Kernchips in den Quanteninterconnect-Systemen sitzen. Laut IonQ sind diese Speicher führend in Netzwerkanwendungen, von Rechenzentrums-Interconnects bis hin zu Langstrecken-Verschränkungsnetzen.
DARPA vergibt solche Verträge nicht aus Großzügigkeit. Das ist ein klares Signal, dass IonQs Ansatz technisch ernst genommen wird.
Die Begleitmusik stimmt auch
IonQ hat zuletzt noch weitere Punkte gesammelt: Weltrekord bei der Zwei-Qubit-Gate-Performance mit 99,99 Prozent, Gründung einer eigenen Federal-Sparte, Aufnahme von General John Raymond in den Vorstand, und der Aufstieg in Stage B von DARPAs Quantum-Benchmarking-Initiative. Das ist kein Zufall, das ist ein Muster.
Ob die Aktie das alles schon eingepreist hat, ist eine andere Frage. Aber technisch gesehen hat IonQ gerade bewiesen, dass vernetzte Quantencomputer kein Zukunftstraum mehr sind. Sie existieren. Zwei davon stehen schon.
IonQ-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue IonQ-Analyse vom 17. April liefert die Antwort:
Die neusten IonQ-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für IonQ-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
