Dem Quantencomputing-Spezialisten IonQ ist ein technischer Schritt beim Zusammenschluss einzelner Quantensysteme gelungen. Das Unternehmen meldete gestern eine Demonstration photonischer Verbindungen, bei der mehr als 1.000 Quantenverbindungen pro Sekunde zwischen einem Ionenfallen-Qubit und einem Silizium-Fehlstellen-Quantenspeicher erzielt wurden. Nach Angaben des Unternehmens könnte dieses Ergebnis die Entwicklung von verteiltem Quantencomputing maßgeblich unterstützen.
Die Skalierung von Quantenrechnern gilt als eine der zentralen Herausforderungen der Branche. Die Verbindung von Qubits mit optischen Speicherelementen über photonische Schnittstellen zielt darauf ab, künftig mehrere getrennte Systeme miteinander zu vernetzen und größere Architekturen aufzubauen.
Parallel laufende Projekte und Kooperationen
Die technologische Präsentation folgt auf eine Reihe operativer Vereinbarungen des Unternehmens. Am Mittwoch unterzeichneten IonQ und die US-Forschungsagentur DARPA eine Vereinbarung der Stufe C im Rahmen der Quantum Benchmarking Initiative. Dieser Vertrag hat einen potenziellen Gesamtwert von bis zu 300 Millionen $. DARPA beabsichtigt, mehrere Generationen der Superion-Systeme von IonQ bis in das Jahr 2029 hinein unabhängig zu evaluieren.
Zudem vereinbarte das Unternehmen vor rund zwei Wochen die Auslieferung eines Superion-Quantenrechners mit 256 Qubits an die Florida International University. Die Installation auf dem Campus ist für Ende 2027 avisiert; zu den finanziellen Details machten die Parteien keine Angaben.
Analysteneinstufung und Marktüberblick
Auch am Kapitalmarkt stieß die technologische Entwicklung des Unternehmens zuletzt auf Beachtung. Am 30. September nahm die Bank of America Medienberichten zufolge die Bewertung der Aktie mit einer Kaufempfehlung auf und setzte ein Kursziel von 60 $ fest.
An den Märkten verzeichnete das Papier zum Wochenausklang eine leichte Erholung. Die IonQ-Aktie beendete den Handel am Freitag bei einem Schlusskurs von 35,64 €, was einem Tagesplus von 1,4 % entsprach.
Trotz dieser jüngsten Stabilisierung spiegelt das aktuelle Niveau die vorangegangenen Konsolidierungsphasen wider: Mit einem Abstand von 51 % notiert der Titel weiterhin deutlich unter seinem 52-Wochen-Hoch. Für Anleger bleibt entscheidend, ob die gemeldeten Hardware-Fortschritte planmäßig in skalierbare Systeme überführt werden können.
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