Der Übergang vom Labor in die Praxis nimmt bei IonQ konkrete Formen an. Das Unternehmen hat die ersten funktionsfähigen Ionenfallen-Chips aus der Fertigung erhalten. Damit beginnt nun der integrierte Systemtest für den neuen 256-Qubit-Quantencomputer der sechsten Generation.
Meilenstein in der Fertigung
CEO Niccolo de Masi sieht in den gelieferten Chips den Startschuss für die Inbetriebnahme der vollständigen Architektur. Die Fertigungsprozesse stammen aus der Zusammenarbeit mit SkyWater Technology. Es ist das erste chipbasierte System dieser Größenordnung für das Unternehmen. Die Prototypen haben die anfänglichen Qualitätsanforderungen bereits erfüllt.
Die Universität Cambridge hat sich ein solches 256-Qubit-System bereits im Vorverkauf gesichert. Bis zum Ende des zweiten Quartals 2027 soll die reguläre Inbetriebnahme für Kunden anlaufen.
Energieverbrauch als Verkaufsargument
Neben der reinen Rechenleistung rückt ein weiteres Detail in den Fokus. Neue wissenschaftliche Daten belegen die Energieeffizienz der IonQ-Plattform im Vergleich zu klassischen Hochleistungsrechnern. Während der Strombedarf bei herkömmlichen Systemen mit der Aufgabenkomplexität exponentiell steigt, skaliert die Ionenfallen-Architektur linear.
Das dürfte spannend werden. Rechenzentren stoßen bei KI-Anwendungen zunehmend an ihre Grenzen bei Stromversorgung und Kühlung. Hier positioniert das Management die eigene Technologie als langfristigen Ausweg.
Solides Fundament
Finanziell ist der Entwickler gut gepolstert. Die Liquidität beläuft sich auf rund 3,1 Milliarden US-Dollar. Diese Mittel fließen in den Abschluss der SkyWater-Übernahme und den Ausbau der Produktionskapazitäten. Hinzu kommen offene Leistungsverpflichtungen in Höhe von 470 Millionen Dollar, die dem Unternehmen mehrjährige Umsatzsichtbarkeit verleihen.
Marktbeobachter werten die technischen Fortschritte positiv. Das durchschnittliche Kursziel liegt aktuell bei 68,63 Dollar. Ein stabilisierender Faktor für die Bewertung ist der wachsende Anteil wiederkehrender kommerzieller Umsätze, der mittlerweile 60 Prozent erreicht hat. Am Mittwoch gab die Aktie bei hohem Handelsvolumen dennoch leicht nach.
Am kommenden Montag, den 18. Mai, präsentiert sich IonQ auf der Technologiekonferenz von J.P. Morgan. Dort erwarten Analysten weitere Details zum genauen Zeitplan für die Auslieferung der neuen Systeme.
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