Zwei Millionen physische Qubits bis 2029: Das ist das Ziel, an dem sich IonQ künftig messen lassen muss. Mit dem Aufstieg in die letzte Phase von DARPAs Quantum Benchmarking Initiative bekommt die Roadmap nun einen staatlich überwachten Prüfstand. Die Aktie gab im Handel dennoch nach und notierte zuletzt rund 5,7 Prozent im Minus bei knapp 39 Dollar.
Stufe C mit vier Teilnehmern
Stufe C ist die Schlussphase des Programms, das bis zu 300 Millionen Dollar für nutzbare Quantensysteme bis 2033 vorsieht. Vier Konzepte aus vier Technologiebereichen kamen weiter: Atom Computing, Diraq, IBM und IonQ. Das Unternehmen setzt auf Ionenfallen. Seine Systeme werden bis 2029 von DARPA unabhängig verifiziert und validiert, getestet werden mehrere Generationen der Superion-Architektur.
Der Zeitplan deckt sich mit der eigenen Planung. Die Inbetriebnahme eines 256-Qubit-Systems ist für die erste Jahreshälfte 2027 vorgesehen. Bis 2028 sollen Systeme mit 200.000 physischen Qubits im Funktionstest laufen, 2029 dann solche mit 2 Millionen.
Rivalen sind weniger weit. Rigetti steckt laut Einschätzung von B. Riley noch in Stufe A, D-Wave und Infleqtion sind keine bekannten Teilnehmer.
Förderung mit Vorbehalt
Die möglichen Zahlungen von bis zu 300 Millionen Dollar verteilen sich auf 2027 bis 2029. B. Riley geht von leistungsabhängigen Verträgen aus, die zudem von staatlichen Mittelfreigaben abhängen könnten. Die Bank bestätigt ihr Kaufvotum mit einem Kursziel von 100 Dollar.
Das Analystenbild bleibt breit gefächert. Die Ziele reichen von 42 bis 100 Dollar. Mizuho sieht 52 Dollar, BofA und StoneX jeweils 60 Dollar, Cantor Fitzgerald 70 Dollar. Gemeinsam ist den Häusern die Erwartung, dass die Superion-Systeme ab 2027 Wachstum bringen.
Finanziell steht IonQ solide da. Der Umsatz legte binnen zwölf Monaten um 371 Prozent zu, Gewinne gibt es allerdings noch nicht. Im zweiten Quartal 2026 flossen zwei Milliarden Dollar an direkten Investitionen zu, im dritten kamen Aufträge wie Quantum Genesis (215 Millionen Dollar) und ein Testbed-Deal hinzu.
Das Marktumfeld bleibt schwierig: Steigende Anleiherenditen belasten unprofitable Quantenwerte, Kapital fließt derzeit eher in KI und Halbleiter. Mit einem Börsenwert von 15,5 Milliarden Dollar liegt IonQ nahe am rechnerischen fairen Wert von 38 Dollar. Der nächste harte Meilenstein ist die 256-Qubit-Inbetriebnahme in der ersten Jahreshälfte 2027.
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