IonQ setzt auf vertikale Integration. Die Aktionäre des Chipherstellers SkyWater Technology stimmten der Übernahme durch den Quantencomputing-Pionier für 1,8 Milliarden Dollar zu. Parallel dazu eröffnete IonQ ein neues Forschungs- und Testlabor in Boulder, Colorado.
Strategischer Ausbau
Das rund 2.000 Quadratmeter große Labor in Boulder soll die Entwicklung der Hardware-Roadmap beschleunigen. Der Fokus liegt auf dem Übergang zum Halbleiter-Multiplexing – einer Technik, die für die Skalierung von Quantenchips entscheidend ist. IonQ plant, sein erstes 256-Qubit-System in der ersten Jahreshälfte 2027 kommerziell auszuliefern. Das langfristige Ziel: ein 10.000-Qubit-System.
Quartalszahlen: Umsatzsprung bei hohen Verlusten
Im ersten Quartal 2026 steigerte IonQ den Umsatz auf 64,67 Millionen Dollar – ein Plus von 755 Prozent zum Vorjahr. Damit übertraf das Unternehmen die Erwartungen um rund 30 Prozent.
Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen (RPOs) legten auf 470 Millionen Dollar zu – 554 Prozent mehr als vor einem Jahr.
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet IonQ einen Umsatz zwischen 260 und 270 Millionen Dollar. Der bereinigte EBITDA-Verlust lag im ersten Quartal bei 96,75 Millionen Dollar – Folge der hohen Investitionen in die Hardware-Entwicklung.
Marktreaktion
Am 24. Mai legte die IonQ-Aktie um 7,4 Prozent auf über 63 Dollar zu. Zuvor hatte sie an drei aufeinanderfolgenden Tagen jeweils zweistellig zugelegt.
Allerdings blieb IonQ beim jüngsten CHIPS-Förderprogramm außen vor. Das US-Handelsministerium verteilte 2 Milliarden Dollar an neun Quantencomputing-Unternehmen – den Großteil, 1 Milliarde, erhielt IBM.
Die nächste entscheidende Etappe ist die Auslieferung des 256-Qubit-Systems in der ersten Jahreshälfte 2027. Bis dahin müssen die hohen Investitionen in steigende kommerzielle Buchungen münden – die RPOs von 470 Millionen Dollar sind ein erster Beleg für die Marktnachfrage.
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