IonQ treibt seine internationale Expansion voran. Der Quantencomputer-Spezialist baut mit einem neuen Partner Infrastruktur in Australien auf. Anleger greifen sofort zu. Die Aktie klettert am Freitag um 4,78 Prozent auf 44,80 Euro.
Sprungbrett nach Australien
Der US-Konzern kooperiert ab sofort mit Archer Materials. Das Abkommen läuft über drei Jahre. Archer erhält dabei Zugriff auf die IonQ-Cloud und die Systeme Forte sowie Tempo. Das Ziel: Beide Unternehmen testen lokale Installationen von Quantencomputern in Australien.
IonQ kassiert für den Deal 1,5 Millionen US-Dollar. Die Zahlung erfolgt in halbjährlichen Raten. Archer Materials sammelte für dieses und weitere Quantenprojekte frisch Kapital ein. Das australische Unternehmen platzierte neue Papiere im Wert von zehn Millionen Australischen Dollar.
Explosives Wachstum, rotes Quartal
Das operative Geschäft von IonQ wächst rasant. Im ersten Quartal 2026 explodierte der Umsatz im Jahresvergleich um rund 755 Prozent auf 64,67 Millionen US-Dollar. Ein teures Wachstum. Beim Gewinn verfehlte das Unternehmen die Markterwartungen.
Der Verlust je Aktie lag bei 0,34 US-Dollar. Analysten hatten im Vorfeld mit einem geringeren Minus von 0,26 US-Dollar gerechnet. Die Experten bleiben trotzdem optimistisch. Im Durchschnitt rufen sie ein Kursziel von 69,88 US-Dollar auf.
Bewegung bei den Profis
Im Hintergrund positionieren sich die Großanleger neu. Leonteq Securities stockte seine IonQ-Beteiligung zuletzt um fast 195 Prozent auf. Kestra Private Wealth Services reduzierte seinen Anteil parallel dazu um ein Drittel. Zeitgleich verschärft sich der Wettbewerb. Der europäische Rivale IQM debütierte diese Woche an der US-Technologiebörse Nasdaq.
Mit einer Marktkapitalisierung von gut 18 Milliarden US-Dollar bleibt IonQ das Schwergewicht der Branche. Seit Jahresbeginn steht beim Aktienkurs ein Plus von 12,27 Prozent auf der Anzeigetafel. Hält die Unterstützung an der 100-Tage-Linie bei 39,27 Euro, bleibt der Weg nach oben aus technischer Sicht frei.
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