IonQ Aktie: 39-Millionen-Vertrag mit Space Development Agency

IonQ vernetzt erstmals zwei Quantencomputer über Distanz und sichert sich Pentagon-Aufträge. Trotz Rekordumsatz bleibt der hohe Cashburn eine Herausforderung.

Auf einen Blick:
  • Erfolgreiche Kopplung zweier Quantencomputer
  • Neue Großaufträge vom US-Verteidigungsministerium
  • Rekordumsatz im ersten Quartal erzielt
  • Übernahme von SkyWater Technology geplant

IonQ meldet einen technischen Meilenstein nach dem anderen. Der Quantencomputer-Spezialist vernetzt erstmals zwei kommerzielle Systeme über Distanz. Parallel dazu füllen staatliche Großaufträge die Kassen. Die Börse honoriert das mit einem soliden Jahresplus von gut 23 Prozent auf aktuell 49,19 Euro.

Militär-Aufträge und technische Sprünge

Das US-Verteidigungsministerium setzt massiv auf die Technologie. IonQ nimmt am DARPA-Programm für robuste Quantennetzwerke teil. Zusammen mit der US-Luftwaffe machte das Unternehmen einen entscheidenden Schritt. Forscher koppelten zwei unabhängige Ionenfallen-Quantencomputer über eine größere Entfernung.

Dafür nutzten sie spezielle Quantenspeicher aus synthetischen Diamanten. Diese Technik stammt aus einer früheren Übernahme. Solche Verbindungen sind zwingend notwendig, um die Rechner zu skalieren. Herkömmliche Systeme können Quanteninformationen nämlich nicht einfach kopieren.

Rekordumsatz trifft auf hohen Cashburn

Finanziell liefert das Management ebenfalls ab. Im ersten Quartal verzeichnete IonQ einen Rekordumsatz. Der Vorstand hob daraufhin die Jahresprognose an. Er erwartet nun ein organisches Wachstum von über 100 Prozent.

Für das laufende zweite Quartal peilt das Unternehmen Erlöse von bis zu 68 Millionen US-Dollar an. Weitere Einnahmen sichern neue Regierungsaufträge. Dazu zählt ein Vertrag der Space Development Agency über 39 Millionen US-Dollar.

Die Kehrseite: IonQ verbrennt weiterhin viel Geld. Analysten rechnen noch auf Jahre mit roten Zahlen. Die Aktie bleibt entsprechend schwankungsanfällig. Allein in den vergangenen sieben Tagen verlor das Papier knapp 13 Prozent an Wert.

Vertikale Integration als Ausweg

Um die ehrgeizigen Ziele zu erreichen, baut IonQ die Lieferkette um. Der Konzern will den Chiphersteller SkyWater Technology übernehmen. Damit sichert sich IonQ die direkte Kontrolle über die benötigte Hardware.

Die eigene Produktion soll das Wachstumstempo drastisch erhöhen. Noch in diesem Jahr will IonQ Systeme mit 256 Qubits ausliefern. Bis 2028 plant das Management bereits mit bis zu 20.000 Qubits. Gelingt dieser Skalierungssprung, dürfte das die massive Bewertung des Unternehmens fundamental untermauern.

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