Intuitive Surgical Aktie: Nahe am 52-Wochen-Tief

Intuitive Surgical profitiert von erweiterten Erstattungsregeln in Japan, während die Aktie nahe ihrem Jahrestief notiert.

Auf einen Blick:
  • Japan zahlt für sieben neue Eingriffe
  • Krankenhäuser erhalten finanzielle Boni
  • Software-Update senkt OP-Kosten
  • Aktie verliert seit Jahresbeginn 27 Prozent

Intuitive Surgical treibt die internationale Expansion voran. In Japan greifen ab sofort neue Erstattungsregeln für roboterassistierte Operationen. An der Börse herrscht dennoch Katerstimmung. Die Aktie notiert nahe ihrem Jahrestief.

Seit Juni zahlt das japanische Gesundheitssystem für sieben weitere Eingriffe mit dem da Vinci-Roboter. Krankenhäuser erhalten zudem finanzielle Boni. Die Voraussetzung: Sie führen jährlich mehr als 200 qualifizierte Roboter-Operationen durch. Auch rektale Resektionen bringen nun höhere Prämien.

Das Management sieht darin einen wichtigen strategischen Schritt. Das internationale Geschäft wächst rasant. Mittlerweile entfallen 38 Prozent aller da Vinci-Eingriffe auf Märkte außerhalb der USA. Vor zehn Jahren lag dieser Wert noch bei einem Viertel.

Software-Update senkt Kosten

Parallel dazu rollt der Konzern in den USA ein massives Update für das da Vinci 5-System aus. Über 100 Verbesserungen umfassen Software und Instrumente. Ein Fokus liegt auf der Vernetzung. Neue Kameras und Live-Cursor erleichtern die Fernbetreuung durch erfahrene Chirurgen.

Ein wichtiges Detail betrifft die Hardware. Intuitive Surgical verlängert die Lebensdauer von fünf speziellen Instrumenten. Kliniken können diese nun für 15 statt bisher sechs Eingriffe nutzen. Die Folge: Die Kosten pro Operation sinken spürbar.

Aktie sucht den Boden

Anleger honorieren diese operativen Fortschritte bisher kaum. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 27 Prozent an Wert verloren. Am Mittwoch schloss die Aktie bei knapp 350 Euro. Damit trennen den Kurs nur noch wenige Prozent vom 52-Wochen-Tief.

Der Abstand zur 200-Tage-Linie bleibt mit über 17 Prozent gewaltig. Der RSI-Indikator signalisiert bei einem Wert von knapp 40 eine leicht überverkaufte Tendenz. Die neuen Impulse aus Japan und die niedrigeren OP-Kosten müssen nun in den kommenden Quartalszahlen durchschlagen. Nur handfeste Gewinne können den aktuellen Abwärtstrend stoppen.

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