Wer die Intuitive Machines-Aktie im vergangenen Jahr gehalten hat, durfte sich über ein Plus von gut 207 Prozent freuen. Dann kamen die Quartalszahlen, und vorbörslich am Donnerstag rauschte die Aktie um rund 7 Prozent nach unten. So geht das eben, wenn der Markt Erwartungen mit Realität abgleicht.
Umsatz verdreifacht, und trotzdem zu wenig
186,7 Millionen Dollar Umsatz im ersten Quartal, fast dreimal so viel wie im Vorjahreszeitraum. Klingt gut. War es aber nicht gut genug, denn die Wall Street hatte 205 Millionen Dollar auf dem Zettel. Diese Lücke von knapp 20 Millionen Dollar reichte, um die Stimmung zu kippen.
Beim Ergebnis sah es noch ungemütlicher aus. Nettoverlust von 52,5 Millionen Dollar, oder 25 Cent je Aktie. Analysten hatten mit einem Verlust von 6 Cent gerechnet. Im Vorjahreszeitraum stand noch ein kleiner Gewinn in den Büchern. Das EBITDA immerhin positiv, 2,7 Millionen Dollar, nach einem Minus im Vorjahr. Für ein Unternehmen, das gerade 800 Millionen Dollar für eine Übernahme ausgegeben hat, ist das wohl das Mindeste.
Lanteris kostet erst mal Geld
Der Kauf von Lanteris Space Systems, abgeschlossen im Januar, ist der Haupttreiber hinter dem Umsatzsprung, aber auch hinter den gestiegenen Kosten. Integrationsaufwand, höhere Betriebsausgaben, Forschungs- und Verwaltungskosten, all das drückte auf die Marge. Das operative Minus weitete sich auf 39,2 Millionen Dollar aus.
CEO Steve Altemus gibt sich davon unbeeindruckt. Die Übernahme sei „sofort wertschöpfend“, das kombinierte Unternehmen wachse und gewinne neue Aufträge „in Rekordtempo“. Solche Sätze kennt man aus jedem Earnings-Call, kurz nach einer teuren Akquisition.
Intuitive Machines Aktie Chart
Goonhilly als nächste Wette
Dabei ist Lanteris noch nicht verdaut, da kündigt Intuitive Machines schon die nächste Übernahme an: Goonhilly Earth Station, ein britischer Anbieter für Tiefraum-Kommunikation, inklusive COMSAT-Tochter. Das soll das globale Bodenstationsnetz erweitern und Kommunikations- sowie Navigationsdienste für Mond- und Tiefraummissionen unterstützen. Altemus spricht von einer „integrierten und belastbaren Lösung“ für Kunden, die genau das suchen.
Der Backlog kletterte derweil auf 1,1 Milliarden Dollar, NASA und die U.S. Space Force zählen zu den Auftraggebern. Für das Gesamtjahr peilt das Unternehmen 900 Millionen bis 1 Milliarde Dollar Umsatz an, grob in Linie mit den Analystenerwartungen von rund 946 Millionen Dollar.
207 Prozent Vorschuss, jetzt kommt die Rechnung
Das ist das eigentliche Problem. Wer eine Aktie um mehr als 200 Prozent nach oben treibt, kauft keine Gegenwart, sondern Zukunft. Und wenn die Zukunft dann ein Quartal früher als erhofft ein paar Risse zeigt, ist der Weg nach unten kurz. 7 Prozent vorbörslich sind da noch moderat.
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