Intuitive Machines Aktie: 10-Prozent-Sprung auf 16,80 Euro

Intuitive Machines verzeichnet Rekordauftragsbestand von 1,8 Mrd. Dollar und bestätigt Jahresziele. Die Aktie steigt trotz operativem Verlust um 10 Prozent.

Auf einen Blick:
  • Rekordauftragsbestand von 1,8 Milliarden Dollar
  • Umsatzprognose für 2026 bestätigt
  • Übernahmen in Europa abgeschlossen
  • Aktie steigt trotz Nettoverlust

Das US-Raumfahrtunternehmen Intuitive Machines hat am gestrigen Donnerstag seine Finanzergebnisse für das zweite Quartal 2026 vorgelegt und damit heute eine deutliche Kursreaktion ausgelöst.

Trotz eines operativen Verlusts, der hinter den Erwartungen einiger Marktteilnehmer zurückblieb, fokussieren sich Anleger auf den massiven Ausbau des Auftragsbestands und die Bestätigung der Jahresziele. Die strategische Expansion durch Zukäufe in Europa und neue Großaufträge der US-Regierung festigen die Marktposition des Unternehmens im Sektor für Mondlogistik und Weltraumkommunikation.

Rekordauftragsbestand stützt den Wachstumskurs

Im zweiten Quartal erzielte Intuitive Machines einen Umsatz von 206,2 Millionen Dollar. Während das Unternehmen einen Nettoverlust von 46,6 Millionen Dollar verzeichnete, was einem Minus von 0,29 Dollar je Aktie entspricht, beeindruckte die Dynamik im Neugeschäft. Allein im Berichtsquartal sicherte sich der Konzern neue Aufträge im Wert von 920 Millionen Dollar. Seit Beginn des dritten Quartals kamen weitere 300 Millionen Dollar hinzu.

Dieser Auftragseingang katapultierte den gesamten Auftragsbestand zum Ende des zweiten Quartals auf den Rekordwert von 1,8 Milliarden Dollar. Medienberichten zufolge ordneten Beobachter den Kursanstieg vor allem diesem stark wachsenden Portfolio zu, da es die langfristige Auslastung der Kapazitäten sichert.

Das Unternehmen bekräftigte zudem seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026, die weiterhin zwischen 900 Millionen und 1,0 Milliarde Dollar liegt. Besonders positiv wurde aufgenommen, dass das Management für das laufende Jahr mit einem positiven bereinigten EBITDA rechnet.

Strategische Zukäufe und operative Meilensteine

Parallel zur finanziellen Entwicklung treibt Intuitive Machines seine globale Infrastruktur voran. Im August schloss das Unternehmen die Übernahmen von Goonhilly Earth Station und COMSAT ab.

Der Erwerb der britischen Bodenstation Goonhilly für einen Preis von 37 Millionen Pfund ermöglicht es dem Unternehmen, sein Netzwerk für die Datenübertragung zwischen Weltraum und Erde signifikant zu erweitern. Diese Akquisitionen sind Teil der Strategie, nicht nur als Transporteur zum Mond aufzutreten, sondern auch dauerhafte Kommunikationsdienstleistungen anzubieten.

Auch im Bereich der staatlichen Aufträge gab es Fortschritte. Am 4. August wurde bekannt, dass Intuitive Machines von L3Harris Technologies ausgewählt wurde, um 18 Raumfahrzeuge vom Typ IM-300 zu unterstützen. Diese kommen im Rahmen einer Mission der U.S. Space Development Agency zur beschleunigten Raketenabwehr zum Einsatz.

Solche Kooperationen unterstreichen die wachsende Bedeutung des Unternehmens für nationale Sicherheitsinteressen und die militärische Raumfahrtinfrastruktur.

Marktstimmung und Ausblick

An der Börse sorgten die Nachrichten für Euphorie: Die Aktie legte heute um 10 Prozent zu und notiert aktuell bei 16,80 Euro. Damit notiert das Papier nun knapp 0,4 Prozent über seinem gleitenden Durchschnitt der vergangenen 200 Tage, was charttechnisch als Stabilisierung gewertet werden kann.

Dass die Aktie trotz eines überraschenden Quartalsverlusts stieg, begründete Barron’s mit der hohen Relevanz der künftigen Ertragskraft durch die gewonnenen Großprojekte.

Überschattet wurde die positive Entwicklung am Montag lediglich durch Berichte über einen Aktienverkauf des Mitbegründers Kamal Ghaffarian. Dieser veräußerte Anteile im Wert von etwa 4,3 Millionen Dollar.

Da dieser Verkauf jedoch im Rahmen eines bereits länger bestehenden Handelsplans erfolgte, werteten Investoren diesen Schritt am heutigen Handelstag nicht als Warnsignal für die fundamentale Lage des Unternehmens. Mit dem Fokus auf die Umsetzung des Milliarden-Backlogs blickt Intuitive Machines nun auf ein zweites Halbjahr, in dem die operative Profitabilität im Vordergrund stehen wird.

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