Mit einem Kursverlust von über sechs Prozent erwischt es am Dienstag die sonst so erfolgsverwöhnte Indes Sanpaolo-Aktie hart und das Papier der italienischen Großbank rutscht auf ein neues 6-Monatstief. Warum muss der Banktitel so viele Federn an der Börse lassen?
Auswirkungen der Iran-Eskalation
Zur Ehrenrettung der Indes Sanpaolo-Aktie muss an dieser Stelle gesagt werden, das es Bankaktien in Summe am Dienstag hart an der Börse traf. Anleger trennten sich in Scharen von den Aktien großer und kleiner europäischer Kreditinstitute.
Der Grund für den allgemeinen Sell-off ist in der Eskalation im Nahen Osten zu sehen. Banken gelten als „Vektoren“ der Wirtschaft. Als konjunktursensible Anlagen werden sie von Anlegern in Krisensituationen als erste von Bord geworfen.
Hinzu kommen die indirekten Auswirkungen auf Banken. Höhere Öl- und Gaspreise wirken wie eine Steuer auf Konsum und Produktion. Für Banken bedeutet dies ein höheres Risiko für Kreditausfälle bei Unternehmen und Privatkunden.
Die steigende Inflation könnte die Europäische Zentralbank zu weiteren Zinsschritten zwingen, was zwar die Zinsmarge stützt, aber gleichzeitig das Kreditwachstum abwürgt und die Rezessionsgefahr in Italien erhöht. Unklare Perspektiven somit für die Intesa Sanpaolo.
Ein Top-Dividendenwert
Für Dividendenanleger könnte sich durch den Kurssturz allerdings eine langfristig gute Gelegenheit ergeben, in die Intesa Sanpaolo-Aktie einzusteigen. Mit einer Dividendenrendite von ca. 6,5% und einem starken Dividendenwachstum zählt die italienische Großbank zweifellos zu den attraktivsten Dividendenwerten Europas.
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