Intesa Sanpaolo Aktie: 20 Milliarden für Kleinbetriebe

Symbolbild, KI-generiert

Die Bank kündigte neue Kredite für kleine Betriebe an und schloss ihren Aktienrückkauf über rund 2,3 Milliarden Euro ab.

Auf einen Blick:
  • Kreditprogramm über 20 Milliarden Euro angekündigt
  • Kleinst- und Kleinbetriebe als Kreditnehmer vorgesehen
  • Rückkauf von rund 350 Millionen Aktien abgeschlossen
  • MPS-Angebot hängt von Aktionärsvotum ab

Intesa Sanpaolo stellt die Weichen für die kommenden Monate. Am Donnerstag kündigte die italienische Großbank ein umfassendes Kreditprogramm im Umfang von 20 Milliarden Euro an, das gezielt kleinen Betrieben zugutekommen soll.

Gleichzeitig schloss das Institut ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm ab und bereitet den Boden für die geplante Übernahme von Monte dei Paschi di Siena. An den Märkten ging die Aktie am Freitag bei 6,16 Euro aus dem Handel.

Liquiditätsschub für Handel und Tourismus

Das neue Finanzierungspaket richtet sich an Kleinst- und Kleinunternehmen aus den Bereichen Handel, Handwerk und Tourismus. Die Bank verknüpft die Kreditvergabe mit erneuerten Vereinbarungen mit verschiedenen Wirtschaftsverbänden. Um kleinere Händler im Tagesgeschäft zu entlasten, verzichtet das Institut zudem auf Gebühren für physische POS-Zahlungsterminals bei Beträgen von bis zu 20 Euro.

Mit diesem Schritt baut Intesa Sanpaolo ihre Präsenz im italienischen Heimatmarkt weiter aus. Die erneuerten Vereinbarungen mit den Wirtschaftsverbänden sollen den Betrieben bei ihren Finanzierungsplänen zur Seite stehen und die Bindung der Gewerbekunden an das Institut stärken.

Rückkaufprogramm vollständig abgewickelt

Parallel zu den operativen Programmen schloss die Bank am Dienstag ihren Aktienrückkauf zur Einziehung der Anteile ab. Wie Intesa Sanpaolo am Mittwoch mitteilte, wurden seit dem Start des Programms insgesamt 350.415.525 eigene Aktien erworben. Dies entspricht rund 1,98 Prozent des Grundkapitals. Der Gesamtaufwand für den Rückkauf belief sich auf 2.299.999.996,90 Euro.

Die Einziehung der Papiere dient der Optimierung der Kapitalstruktur. Zuvor war am 2. Oktober die Eintragung der geänderten Satzung erfolgt. Die Aktionäre hatten dem Verwaltungsrat die Befugnis für eine Kapitalerhöhung im Rahmen des Übernahmeangebots für die Banca Monte dei Paschi di Siena erteilt.

Übernahmeangebot vor entscheidenden Wochen

Die Offerte für Monte dei Paschi umfasst den Tausch von 1,6 neu ausgegebenen Intesa-Aktien sowie eine Barzahlung von 1,25 Euro je MPS-Aktie. Das Vorhaben steht jedoch unter Bedingungen: Intesa Sanpaolo kündigte an, das Angebot zurückzuziehen, falls die MPS-Aktionäre auf ihrer Hauptversammlung am 29. Oktober für einen alternativen Plan stimmen.

Laut Reuters kündigte der MPS-Aktionär FGC am Donnerstag Widerstand gegen diesen Gegenplan an. Er wolle auf dem Treffen am 29. Oktober gegen die von Monte dei Paschi geplanten Zukäufe von Banco BPM und Banca Generali stimmen. Gleichzeitig untersucht die italienische Wettbewerbsbehörde das Übernahmeangebot vertieft.

Reuters zufolge wird eine kartellrechtliche Entscheidung zwischen Mitte und Ende November erwartet. Bei einer Marktkapitalisierung von 108,42 Milliarden Euro notiert die Aktie von Intesa Sanpaolo 12 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch.

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