Elon Musk hatte im März angekündigt, dass SpaceX und Tesla gemeinsam Chips entwickeln wollen, für KI-Compute, Satelliten, ein geplantes Weltraum-Rechenzentrum von SpaceX und potenziell autonome Tesla-Fahrzeuge und Roboter. Klingt gewaltig. Das Problem: Beide Unternehmen haben keinerlei Erfahrung im Halbleitergeschäft. Wie soll das gehen?
Nun, offenbar so: Intel macht es. Der angeschlagene Chipkonzern hat sich als Fertigungspartner für das Terafab-Projekt ins Spiel gebracht und will helfen, Chips in einem neuen Werk in Texas herzustellen. „Unsere Fähigkeit, ultraleistungsstarke Chips in großem Maßstab zu entwerfen, herzustellen und zu verpacken, wird dazu beitragen, Terafabs Ziel zu beschleunigen, 1 TW pro Jahr an Rechenleistung zu produzieren“, schrieb Intel auf X.
Intel braucht das mehr als Musk
Für Intel ist das kein Nebenprojekt, sondern Rettungsanker. Der einst führende US-Chiphersteller hat in den vergangenen Jahren gegenüber Nvidia und AMD massiv an Boden verloren, sowohl im Chip-Design als auch in der Marktwahrnehmung. Das Foundry-Geschäft, also die Auftragsfertigung für andere, soll das ändern. Dafür braucht Intel große Ankerkunden, und größer als SpaceX und Tesla wird es kaum.
Die Intel-Aktie legte auf die Nachricht hin gut 4 Prozent zu und notierte zum Börsenschluss in New York bei rund 52,90 Dollar. Das ist zumindest ein Signal, dass der Markt die Partnerschaft positiv bewertet.
Intel Corporation Aktie Chart
Was bleibt für Tesla?
Wer allerdings gehofft hatte, Terafab werde ein völlig neuer Ansatz, getrieben von der ingenieurstechnischen Eigenständigkeit von SpaceX und Tesla, der dürfte enttäuscht sein. Denn im Kern ist es jetzt ein Intel-Foundry-Projekt mit Musk als Auftraggeber. Wie groß Teslas konkreter Anteil an Terafab wird, bleibt völlig offen. Intel wollte sich gegenüber TechCrunch nicht weiter äussern, SpaceX antwortete gar nicht.
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