Mit Prozessoren und KI-Chips tut sich Intel noch immer etwas schwer, auch wenn dies der enorme Anstieg beim Aktienkurs vielleicht etwas verschleiern mag. Gearbeitet wird im Konzern aber auch an anderen Themen. Dazu gehören Notebook-Displays, bei denen nun auch bedeutende Fortschritte in Aussicht gestellt werden. Zusammen mit BOE sollen Bildschirme realisiert werden, deren Bildwiederholrate auf bis zu 1 Hz gesenkt werden kann.
Damit sollen die Displays natürlich nicht dauerhaft betrieben werden, aber immer dann, wenn es gerade sinnvoll ist. Das ist beispielsweise beim Betrachten einer Webseite oder der Erstellung der Steuererklärung der Fall. Wenn auf dem Bildschirm nicht viel passiert, braucht es auch keine 30 Bilder die Sekunde oder noch mehr.
Intel will Akkus schonen
Bei Smartphones sind variable Bildraten in einem solchen Ausmaß längst ein Quasi-Standard geworden. Bei Notebooks hingegen sind selten weniger als 30 Hz anzutreffen. Intel erhofft sich von der Kooperation, die Akkulaufzeit von Notebooks um bis zu 65 Prozent erhöhen zu können. Das klingt machbar, da das Display häufig einer der größten Verbraucher ist.
Die notwendige Grundlage dafür schafft Intel bereits in seinen eigenen Grafiktreibern, wie „WinFuture“ zu berichten weiß. Wann die ersten Geräte mit der neuen Technik erscheinen werden, darüber gibt es aber noch keine Angaben. Mittelfristig könnte es Intel dabei helfen, die Marktführerschaft im Segment zu behaupten. Konkurrent AMD hat dem Konzern in den letzten Jahren ordentlich eingeheizt.
Intel wird getragen
Intel Aktie Chart
Für den Aktienkurs ist das Thema eher weniger relevant, was auch für das operative Geschäft ein Stück weit gilt. Getragen wird Intel momentan von diversen Milliardeninvestitionen. Das sorgt zwar für Luft zum Atmen und neue Perspektiven. Über kurz oder lang wird das Unternehmen aber auch wieder technologisch punkten müssen. Sei es mit eigenen Chips oder bei der Fertigung. Solange dieses Kunststück nicht gelingt, bleibt die Aktie eine riskante Angelegenheit.
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