Die Aktie von Intel verlor am Donnerstag im vorbörslichen Handel rund 2,5 Prozent. Zeitgleich erschien ein Bericht von Reuters, wonach der Chipkonzern weitere 15 Millionen Dollar in das KI-Startup SambaNova Systems investieren will. Damit würde Intel seinen Anteil an dem Unternehmen auf etwa 9 Prozent erhöhen. Die geplante Investition erfolgt unabhängig von der im Februar 2026 angekündigten Kooperationsvereinbarung, bei der Intel gemeinsam mit Partnern wie SoftBank in eine größere Finanzierungsrunde einstieg.
Bereits im Februar hatte Intel 35 Millionen Dollar in SambaNova investiert und seinen Anteil auf 8,2 Prozent ausgebaut. SambaNova entwickelt Chips und Software für das Training und die Inferenz von KI-Modellen. Intel nutzt die Partnerschaft, um die eigenen Angebote im Bereich Cloud und Rechenzentren mit KI-Funktionen auszustatten. Ende vergangenen Jahres hatten beide Unternehmen sogar ein unverbindliches Übernahmeangebot verhandelt, das letztlich jedoch nicht zustande kam.
Intel Corporation Aktie Chart
CEO Tan als Chairman des Startups
Besonders bemerkenswert ist die enge Verbindung zwischen Intel-CEO Lip-Bu Tan und SambaNova. Tan hat das Startup über seine Beteiligungsgesellschaft Walden International unterstützt und ist seit 2017 dessen Chairman. Diese doppelte Rolle wirft Governance-Fragen auf, zeigt aber auch, wie eng die KI-Strategie von Intel mit dem Startup verzahnt ist. Tan ist zudem in weitere Unternehmen investiert, darunter OPAQUE Systems, EPIC Microsystems und 3D Glass Solutions.
Die überlappenden Rollen des CEO haben bereits in der Vergangenheit für Diskussionen gesorgt. Der Vorstand von Intel hatte bei ähnlichen Geschäften mit Unternehmen aus Tans Portfolio bereits Bedenken geäußert. Die Frage bleibt, inwieweit solche Verflechtungen die Unabhängigkeit strategischer Entscheidungen beeinflussen könnten.
Strategische Partnerschaft oder Interessenkonflikt?
Für Intel dürfte die Investition in SambaNova Teil der Bemühungen sein, im wachsenden Markt für KI-Chips Boden gutzumachen. Die Zusammenarbeit ermöglicht es dem Konzern, Zugang zu spezialisierter Technologie zu erhalten und gleichzeitig die eigene Position im Rechenzentrumsgeschäft zu stärken. Allerdings lässt sich nicht ausschließen, dass die persönlichen Verbindungen des CEO die Bewertung solcher Deals beeinflussen.
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