Vor ziemlich genau einem Jahr meldete Intel das bisher schlechteste Quartalsergebnis der Unternehmensgeschichte. Satte 16,6 Milliarden US-Dollar an Verlust musste der Hersteller seinerzeit verkraften, hauptsächlich bedingt durch katastrophale Entwicklungen im Foundry-Geschäft. Letzteres lief im dritten Quartal des laufenden Jahres etwas weniger schlecht.
Zwar steuerte die Sparte weiterhin ein operatives Minus von 2,3 Milliarden Dollar bei. Das ist aber weniger als halb so viel wie die -5,8 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Bemerkbar machten dich Einsparpläne, welche die Anzahl der Mitarbeiter von 96.400 auf un noch 83.300 schrumpften. Derweil konnten die Umsätze um immerhin drei Prozent zulegen und Intel schaffte zum ersten Mal nach sechs verlustreichen Quartalen in Folge den Sprung in die Gewinnzone.
Intel: Noch kein fundamentales Comeback
Statt neuer Verluste meldete Intel für das zurückliegende Quartal eine Überschuss von 4,1 Milliarden Dollar. Das klingt gut, ist allerdings nicht auf fundamentale Verbesserungen in nennenswertem Ausmaß zurückzuführen. Daraus macht auch Finanzchef David Zinsner keinen Hehl.
Gegenüber Investoren ließ er wissen, dass vor allem wichtige Finanzierungen durch die US-Regierung, Nvidia und die japanische Softbank die Bilanz gestärkt haben. Das Hauptgeschäft mit CPUs konnte hingegen nur langsam wachsen, der Serverbereich stagnierte und für die Foundrys fehlen nach wie vor große Kunden.
Ein kurzes Vergnügen
Die fraglos besseren Ergebnisse haben daher auch einen etwas bitteren Nachgeschmack und auf immer neue Milliardeninvestitionen von außen kann sich Intel für die nächsten Quartale eher nicht verlassen. Das dämmerte dan auch den Börsianern, welche zeitweise Kursgewinne von etwa sieben Prozent schnell wieder aus der Hand gaben. Ins Wochenende ging die Intel-Aktie mit 38,28 Dollar und damit müde 0,3 Prozent höher als tags zuvor.
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