Intel-Aktie: Sechsmal in Folge über den Erwartungen!

Intel übertrifft mit starken Quartalszahlen erneut die Erwartungen und meldet steigende CPU-Nachfrage im KI-Zeitalter.

Auf einen Blick:
  • Q1-Umsatz von 13,6 Milliarden Dollar, 1,4 Milliarden über der Mitte der eigenen Prognose
  • Sechstes Quartal in Folge mit Ergebnissen über den Erwartungen
  • 18A-Yields laufen über den internen Projektionen, DCAI-Umsatz plus 22 Prozent im Jahresvergleich
  • Partnerschaft mit SpaceX, xAI und Tesla für das Terafab-Projekt angekündigt

Vor gut einem Jahr fragte sich die halbe Branche, ob Intel überhaupt überleben würde. Jetzt, im ersten Quartal 2026, meldet das Unternehmen 13,6 Milliarden Dollar Umsatz, satte 1,4 Milliarden über der eigenen Mitte der Prognose, und CEO Lip-Bu Tan kann sich den Satz leisten: „Die Konversation über Intel hat sich verändert. Nicht ob wir überleben, sondern wie schnell wir Kapazitäten aufbauen können.“

Sechsmal hintereinander

Das ist kein Zufall mehr. Sechs Quartale in Folge über den eigenen Erwartungen, das ist eine Serie, die man bei Intel lange nicht gesehen hat. Non-GAAP-Bruttomarge bei 41 Prozent, rund 650 Basispunkte über der Guidance. Non-GAAP-EPS bei 0,29 Dollar statt des anvisierten Break-even. CFO Dave Zinsner betont dabei, dass die Nachfrage das Angebot weiterhin übersteigt, in allen Geschäftsbereichen. Das ist das eigentliche Signal: Intel kann gerade nicht schnell genug liefern.

Der CPU ist wieder wer

Lip-Bu Tan nutzte den Earnings-Call für eine These, die vor zwei Jahren noch als Wunschdenken abgetan worden wäre. Der CPU, so Tan, ist die unverzichtbare Grundlage des KI-Zeitalters. Kein Wunschdenken, sondern das, was Kunden dem Unternehmen direkt sagen. Xeon-Server-Nachfrage läuft stark, und das Verhältnis von CPUs zu Beschleunigern in KI-Deployments dreht sich wieder zugunsten der CPU. Xeon 6 wurde zudem als Host-CPU für NVIDIAs DGX Rubin NVL8-Systeme ausgewählt. Das ist kein kleines Detail.

DCAI, Intels Rechenzentrumsgeschäft, wuchs im Jahresvergleich um 22 Prozent auf 5,1 Milliarden Dollar. ASIC-Umsätze legten sequenziell mehr als 30 Prozent zu und verdoppelten sich fast im Jahresvergleich. Google unterzeichnete langfristige Vereinbarungen. SambaNova kooperiert bei heterogenen KI-Inferenz-Architekturen mit Xeon 6.

18A: Der entscheidende Test

Auf der Foundry-Seite laufen die 18A-Yields über den internen Projektionen. Das ist, nach Jahren der Rückschläge, tatsächlich eine Meldung wert. Der Foundry-Bereich schreibt noch Verluste, 2,4 Milliarden Dollar im Quartal, aber die Richtung stimmt. Und Intel 14A, der nächste Knoten, übertrifft nach Unternehmensangaben die 18A-Entwicklung zum gleichen Zeitpunkt. Erste Design-Commitments externer Kunden erwartet Tan ab der zweiten Hälfte 2026.

Dazu kommt die Partnerschaft mit SpaceX, xAI und Tesla für das sogenannte Terafab-Projekt, bei dem Intel und Elon Musk gemeinsam unkonventionelle Wege zur Verbesserung der Fertigungseffizienz erkunden wollen. Ob daraus etwas wird, bleibt offen. Aber die Symbolik ist kaum zu übersehen.

Intel Corporation Aktie Chart

Was den Optimismus bremst

Zinsner warnt vor steigenden Inputkosten, vor allem bei Speicher, und erwartet eine schwächere PC-Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte mit einem PC-TAM, der im gesamten Jahr um einen niedrigen zweistelligen Prozentsatz sinken soll. Die Q2-Bruttomarge-Guidance liegt bei 39 Prozent, also unter dem Q1-Niveau, weil 18A noch früh in der Hochlaufphase ist und einige Inventarvorteile aus Q1 nicht wiederkehren. OpEx für 2026 wird über dem ursprünglichen Ziel von 16 Milliarden Dollar landen.

Und der freie Cashflow? Minus 2 Milliarden Dollar im Quartal, bei Brutto-Capex von 5 Milliarden. Intel kaufte zudem den 49-Prozent-Anteil am irischen Fab 34 zurück, finanziert mit 7,7 Milliarden Dollar Cash und 6,5 Milliarden neuen Schulden. Vor einem Jahr sprach man über das Überleben. Jetzt spricht man über Schulden für Wachstum. Das ist zumindest eine andere Kategorie von Problem.

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