Es ist eine Personalie, die man durchaus als Eingeständnis lesen kann. Intel hat Shawn Han von Samsung abgeworben, einen Mann mit mehr als zehn Jahren Erfahrung im kommerziellen Foundry-Geschäft. Han war zuletzt Executive Vice President beim südkoreanischen Chiphersteller, wird nun General Manager Foundry Services bei Intel und soll nächsten Monat anfangen. Er berichtet direkt an Naga Chandrasekaran, den Chef der Intel-Foundry-Sparte.
Das Problem kennt jeder
Intel versucht seit Jahren, im Auftragsfertigungsgeschäft Fuss zu fassen. TSMC dominiert den Markt, Samsung ist die Nummer zwei, und Intel schaut von außen zu. Wer Chips für andere fertigen will, braucht nicht nur die Technologie, sondern vor allem Kunden, die bereit sind, ihre sensibelsten Designs einem neuen Anbieter anzuvertrauen. Das ist kein technisches Problem. Das ist ein Vertrauensproblem.
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Han soll genau das lösen
Und da kommt Han ins Spiel. Jemand, der weiß, wie ein Foundry-Geschäft von innen funktioniert, der die Sprache der Kunden spricht und die Prozesse kennt. Intel-Chef Lip-Bu Tan setzt erkennbar auf Leute mit echtem Foundry-Hintergrund, nicht auf Intel-Veteranen, die das Geschäftsmodell erst lernen müssen. Das ist wohl der richtige Instinkt. Ob Han allein den Unterschied macht, ist eine andere Frage.
Samsung hat im Foundry-Geschäft selbst gerade keine leichte Zeit. Dass Intel dort jetzt Führungspersonal abzieht, ist zumindest kein schlechtes Zeichen für die eigene Attraktivität.
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