Intel macht Druck. Der Chipkonzern geht aktiv auf Notebook- und PC-Hersteller zu und fordert sie auf, schneller auf CPUs umzusteigen, die auf dem neuen 18A-Fertigungsprozess basieren. Der Grund ist so simpel wie brisant: Die Nachfrage nach KI-Rechenleistung zieht an, und das Angebot kommt schlicht nicht hinterher.
18A als letzter Trumpf?
Der 18A-Prozess gilt intern als Intels Neustart. Nach Jahren, in denen TSMC und Samsung in der Fertigungstechnik davonzogen, soll 18A den Rückstand aufholen. Dass Intel jetzt aktiv auf Abnehmer zugehen muss, ist demnach kein Zeichen von Stärke, sondern von Dringlichkeit. Man braucht Volumen, um die Fertigungslinien auszulasten, und man braucht Referenzkunden, um den Prozess am Markt zu legitimieren.
Intel Corporation Aktie Chart
KI treibt, Angebot bremst
Die Knappheit ist dabei kein Intel-spezifisches Problem. Die gesamte Branche ächzt unter dem Ansturm der KI-Nachfrage. Doch für Intel ist die Situation besonders heikel: Wer gerade aufholt, kann sich Lieferengpässe am wenigsten leisten. Jeder PC-Hersteller, der wegen Knappheit auf einen Wettbewerber ausweicht, ist erst mal weg.
Nvidia kaufte, der Kurs lief
Im Hintergrund läuft derweil die Geschichte weiter, die den Kurs zuletzt befeuert hat. Nvidia stieg für 5 Milliarden Dollar bei Intel ein. Seitdem hat die Intel-Aktie auf 30-Tages-Sicht gut 67 Prozent zugelegt, auf Jahressicht sogar mehr als 180 Prozent. Das ist ein gewaltiger Lauf. Ob der 18A-Prozess ihn rechtfertigt, wird sich spätestens am 18. August zeigen, wenn Intel die nächsten Quartalszahlen vorlegt.
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