Intel setzt im KI-Rennen auf einen neuen Mitspieler: Gemeinsam mit dem japanischen Tech-Investor SoftBank will der Konzern eine neue Speichertechnologie entwickeln, die in Rechenzentren eine Schlüsselrolle spielen könnte. Für Anleger ist das vor allem deshalb interessant, weil Intel damit nach zuletzt trüberer Stimmung wieder ein offensives Signal sendet. Doch wie konkret ist der Plan – und wann könnte daraus Umsatz werden?
Z-Angle Memory: Angriff auf HBM
Kern der Kooperation ist die Entwicklung und spätere Vermarktung von „Z-Angle Memory“ (ZAM). Die Technologie soll in KI-Datacentern mit dem derzeit dominierenden HBM-Standard (High Bandwidth Memory) konkurrieren.
Laut den Berichten von SoftBanks Tochter Saimemory und Finanznachrichtenagenturen peilen die Partner zwei Dinge an: zwei- bis dreimal so viel Speicherkapazität und rund 50% weniger Energieverbrauch im Vergleich zu herkömmlichen HBM-Lösungen. Intel bringt dafür seine Expertise bei DRAM-Bonding-Technologie ein.
Der Zeitplan ist klar abgesteckt – und langfristig:
– Prototypen-Forschung: bis zum Geschäftsjahr 2027/2028
– Kommerzialisierung: Ziel ist das Geschäftsjahr 2029
Damit ist die Nachricht weniger ein kurzfristiger Umsatztreiber, sondern vor allem ein strategischer Schritt in Richtung KI-Infrastruktur.
Warum der Markt das positiv aufnimmt
Die Kooperation kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Intel zuletzt Gegenwind spürte: Ende Januar stand die Aktie nach einem schwachen Ausblick für das erste Quartal 2026 deutlich unter Druck. Vor diesem Hintergrund wirkt die SoftBank-Partnerschaft wie ein Gegengewicht – sie zeigt, dass Intel seine Roadmap im wichtigen KI-Segment weiter vorantreibt.
Am Markt kam das gut an. Gestern schloss die Aktie bei 48,62 USD, aktuell liegt sie bei 50,39 USD – ein weiterer Schritt in der jüngsten Erholung.
Zusätzlich: neue Xeon-Prozessoren für Workstations
Neben dem langfristigen Speicherprojekt liefert Intel auch kurzfristiger greifbare Produktnews. Fachmedien berichten über die neue Xeon-600-Serie („Granite Rapids-WS“) für Workstations. Die Prozessoren sollen mit bis zu 86 Kernen professionelle Anwendungen adressieren und ab März 2026 in Komplettsystemen verfügbar sein.
Das unterstreicht Intels Anspruch, seine Position im Hochleistungsbereich gegen Konkurrenz – explizit auch AMD – zu verteidigen.
Zum nächsten konkreten Taktgeber wird damit der März 2026, wenn die neuen Workstation-Systeme mit der Xeon-600-Serie anlaufen sollen, während ZAM als langfristiges Projekt erst ab 2027/2028 mit Prototypen greifbarer wird.
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