Die Gerüchte aus dem Frühjahr rund um Intel und Apple scheinen sich zu bestätigen. Im Mai berichtete das Wall Street Journal darüber, dass die beiden Unternehmen nach rund einjährigen Verhandlungen wohl eine Grundsatzeinigung über die Fertigung von Chips erreichen konnten. Nun ließ US-Präsident Donald Trump mitteilen, dass Apple-Chips künftig in den Werken von Intel in den USA gebaut werden sollen.
Um welche Chips es sich genau handeln könnte und wie groß der Umfang sein mag, das ist noch vollkommen offen. Dennoch reagierten die Aktionäre von Intel regelrecht entzückt. Die Aktie des Konzerns schoss am Donnerstag spontan um rund zehn Prozent in die Höhe und konnte dadurch ein neues 52-Wochen-Hoch auf die Beine stellen.
Endlich die Wende für Intel?
Ein Deal mit Apple wäre tatsächlich historisch für Intel. Denn das Foundry-Geschäft ist seit Jahren das große Sorgenkind im Konzern. Etliche Milliardenverluste steuerte es in den vergangenen Jahren bei und nach einer Öffnung für Drittanbieter ließen Verträge mit großen Kunden bisher auf sich warten.
Für Apple ist das Ganze hingegen ein Stück weit eine Rückkehr. Im Jahr 2020 wechselte der iPhone-Hersteller bei seinen Mac-Computern weg von Intel-Chips zu den eigens designten Apple Silicon-Chips. Daran wird sich auch nichts ändern, nur könnten jene Prozessorgen künftig eben (auch) von Intel hergestellt werden.
Intel Aktie Chart
Offene Fragen
Die Börse reagiert euphorisch, doch es bleiben viele offene Fragen. Dazu gehört auch, wann die Fertigung starten mag und welche Chips genau Intel für Apple liefern mag. Zudem stellt sich bei Aussagen von Donald Trump immer auch die Frage, ob er es mit der Wahrheit allzu genau nimmt. Auszugehen ist vielleicht von einer eher überschaubaren Fertigung, denn verabschieden wird sich Apple von TSMC eher nicht. Das Ziel lautet Insidern zufolge auch eher, Abhängigkeiten zu reduzieren und vielleicht dem US-Präsidenten etwas besser zu gefallen.
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