Applied Materials hat gestern eine technologische Kooperation mit Intel bekannt gegeben. Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht die gemeinsame Entwicklung neuer Transistoren, Verbindungsstrukturen und fortschrittlicher Packaging-Verfahren für Anwendungen im Bereich des KI-Computings. Die Intel-Aktie verzeichnete gestern an den Märkten einen Rückgang um 3,6 % auf 99,88 €.
Die Forschungsaktivitäten werden an zwei Standorten gebündelt. Zum Einsatz kommen dafür das EPIC Center von Applied Materials und der Campus von Intel im US-amerikanischen Hillsboro im Bundesstaat Oregon. Beide Konzerne richten ihre Anstrengungen darauf aus, die Fertigungs- und Aufbauarchitekturen an die steigenden Anforderungen komplexer Rechenzentren und Künstlicher Intelligenz anzupassen.
Mizuho erhöht das Kursziel
Die technologische Weichenstellung fällt in eine Phase intensiver Neubewertungen durch die Wall Street. Am Dienstag reagierte das Analysehaus Mizuho auf die jüngsten Entwicklungen und hob sein Kursziel für Intel von $92 auf $114 an. Die Einstufung beließen die Analysten zugleich auf „Neutral“.
Die Anhebung des Ziels verdeutlicht das gestiegene Zutrauen in die mittelfristige Fertigungsstrategie. Gleichzeitig signalisiert die neutrale Haltung eine anhaltende Zurückhaltung gegenüber den operativen Risiken im Halbleitersektor. Gegenüber dem 52-Wochen-Hoch von 124,58 € weist das Papier derzeit einen deutlichen Abstand auf.
Finanztermine und Marktspekulationen
Klarheit über die geschäftliche Entwicklung soll der anstehende Finanzbericht liefern. Intel kündigte gestern an, die Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2026 am 29. Oktober nach US-Börsenschluss vorzulegen. Anleger und Branchenbeobachter warten auf diese Kennzahlen, um den aktuellen Fortschritt der operativen Neuausrichtung bewerten zu können.
Parallel dazu kursierten zuletzt unbestätigte Meldungen über die Preisgestaltung im Kerngeschäft. Medienberichten zufolge gibt es Hinweise aus Zuliefererkreisen, wonach Intel eine Preiserhöhung von rund 10 % für PC-Prozessoren ins Auge gefasst habe. Eine offizielle Bestätigung dieser Preisanpassung hat das Unternehmen bisher nicht abgegeben.
Für Intel bildet die Partnerschaft mit Applied Materials einen weiteren Baustein, um technologisch zu den führenden Auftragsfertigern aufzuschließen. Ob sich die gemeinsamen Entwicklungen in Hillsboro zügig in marktreife Produkte übersetzen lassen, wird sich in den kommenden Produktgenerationen zeigen müssen.
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