Intel gibt Chip-Technologie raus. Nicht an einen großen Partner, nicht an einen Konzern, sondern an ein Startup namens Rosaic, das gerade mal eine Seed-Runde von 10 Millionen Dollar anpeilt. Was den Deal noch pikanter macht: Das Gründerteam von Rosaic schließt einen Co-Investor von Intel-Chef Lip-Bu Tan ein.
Was da genau fließt
Konkret will Intel den RTL-Code seiner Atom-Technologie an Rosaic liefern. RTL steht für Register-Transfer-Level, das ist der Quellcode, aus dem Chips gebaut werden. Man gibt damit nicht einfach ein Produkt weiter, sondern das Innenleben. Für Intel ist das ungewöhnlich, solche Deals macht der Konzern selten.
Delaware-Filing verrät den Rahmen
Ein geändertes Filing in Delaware zeigt, dass Rosaic berechtigt ist, bis zu 10 Millionen Dollar in einer Seed-Runde einzusammeln. Das ist für ein Halbleiter-Startup wenig, für ein Unternehmen, das Intel-Kerntechnologie lizenziert bekommt, aber eine interessante Ausgangsbasis.
Interessenkonflikt oder clevere Strategie?
Die Verbindung zwischen Rosaic-Gründern und Tan-Investoren wird Fragen aufwerfen. Intel hat in den vergangenen Monaten ohnehin einen Kurs eingeschlagen, der viele Beobachter überrascht hat: Kooperationen, Ausgründungen, neue Lizenzmodelle. Ob dieser Deal dazu passt oder ein Ausreißer ist, werden die nächsten Monate zeigen. Die Intel-Aktie hat im laufenden Jahr schon mehr als 130 Prozent zugelegt. Da darf man auch mal genauer hinschauen, mit wem da eigentlich Geschäfte gemacht werden.
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