Intel Aktie: Apple-Vereinbarung treibt Foundry-Rally

Intel profitiert von Berichten über Chip-Deal mit Apple und KI-Startup-Interesse. Fertigungsfortschritte und starke Quartalszahlen stützen die Aktienrally.

Auf einen Blick:
  • Vorläufige Chip-Vereinbarung mit Apple
  • Spekulation um Tenstorrent-Übernahme
  • Fertigungsausbeute steigt monatlich
  • Institutionelle Investoren stocken auf

Intel bekommt plötzlich wieder Rückenwind von genau der Stelle, an der der Konzern seit Jahren beweisen muss: der Fertigung. Berichte über eine vorläufige Chip-Produktionsvereinbarung mit Apple treiben die Aktie an. Dazu kommt Spekulation über mögliche Übernahmegespräche mit dem KI-Chip-Startup Tenstorrent.

Der Markt liest beides als Signal: Intel könnte im Foundry-Geschäft endlich Kunden und Technologieerzählung zusammenbringen. Das ist der Kern der aktuellen Rally.

Apple-Deal wäre ein wichtiger Vertrauensbeweis

Eine vorläufige Fertigungsvereinbarung mit Apple wäre für Intel mehr als ein Prestigeerfolg. Der Konzern will sich als Auftragsfertiger für große externe Kunden etablieren. Gerade hier liegt der Druck hoch, weil TSMC in diesem Markt weiterhin den Takt vorgibt.

Apple gilt in der Chipbranche als anspruchsvoller Kunde mit enormen Volumina. Ein solcher Partner würde Intels Foundry-Strategie deutlich glaubwürdiger machen. Noch ist aus einer Vorvereinbarung aber kein langfristiger Großauftrag geworden.

Parallel sorgt Tenstorrent für Fantasie. Das Startup arbeitet an KI-zentrierten Chiparchitekturen und würde Intels Position in Rechenzentren und künstlicher Intelligenz stärken. Für einen Konzern, der im Server-CPU-Geschäft Marktanteile an AMD und Arm verloren hat, wäre das strategisch relevant.

Fertigung macht messbare Fortschritte

Wichtig ist auch die technische Seite. Vorstandschef Lip-Bu Tan bestätigte zuletzt, dass die Ausbeute bei fortgeschrittenen Fertigungsknoten monatlich um 7 bis 8 Prozent steigt. Genau diese Kennzahl entscheidet darüber, ob Intel seine modernsten Prozesse wirtschaftlich skalieren kann.

Der Konzern drängt PC-Hersteller in Richtung des 18A-Prozesses. Danach soll 14A den Abstand zur Konkurrenz weiter verkleinern. Ohne stabile Ausbeuten bleiben solche Pläne teuer und riskant.

An der Börse ist der Stimmungswechsel längst sichtbar. Die Intel-Aktie notiert aktuell bei 104,22 Euro und liegt heute 2,18 Prozent im Plus. Seit Jahresanfang steht ein Zuwachs von 210,13 Prozent zu Buche.

Der Abstand zum jüngsten Hoch ist dennoch überschaubar. Das 52-Wochen-Hoch liegt bei 109,88 Euro, erreicht am 11. Mai. Nach dem steilen Lauf ist die Aktie damit nicht mehr weit von der nächsten charttechnischen Bewährungsmarke entfernt.

Große Investoren haben aufgestockt

Auch institutionelle Investoren haben ihre Positionen ausgebaut. Die Daten zum Schlussquartal 2025 zeigen deutliche Käufe bei mehreren Adressen:

  • ABN Amro Investment Solutions erhöhte den Anteil um 371,2 Prozent auf 208.799 Aktien.
  • Capital World Investors baute die Position um 32,5 Prozent aus.
  • AQR stockte den Bestand um 61,3 Prozent auf.
  • Der institutionelle Anteil liegt bei rund 64,53 Prozent.

Diese Käufe trafen auf bessere Geschäftszahlen. Im ersten Quartal 2026 erzielte Intel einen Gewinn je Aktie von 0,29 Dollar und lag damit klar über der Konsensschätzung von 0,01 Dollar. Der Umsatz stieg um 7,4 Prozent auf 13,58 Milliarden Dollar.

Das erklärt, warum der Markt die neuen Spekulationen so bereitwillig aufgreift. Intel liefert nicht nur eine neue Story, sondern auch erste operative Verbesserungen. Genau diese Kombination hat der Aktie lange gefehlt.

Analysten bleiben gespalten

Die Bewertung bleibt der wunde Punkt. Melius Research hob das Kursziel zuletzt auf 150 Dollar an und blieb bei „Buy“. Der breitere Analystenkonsens liegt mit 81,52 Dollar deutlich darunter und signalisiert eher Zurückhaltung.

Intel selbst hält an ambitionierten Zielen fest. Bis 2029 peilt das Management einen Umsatz von 71,2 Milliarden Dollar und einen Gewinn von 8,0 Milliarden Dollar an. Die Prognose setzt voraus, dass Foundry, KI-PCs und Rechenzentrumsgeschäft spürbar liefern.

Bei der Hauptversammlung im Mai scheiterten Anträge zur Trennung von CEO- und Chairman-Rolle. Auch Vorschläge zum Umgang mit China-Risiken fanden keine Mehrheit. Strategisch bleibt der Kurs damit unverändert.

Für das zweite Quartal stellt Intel einen Gewinn je Aktie von etwa 0,20 Dollar in Aussicht. Der nächste konkrete Kurstreiber wäre eine feste Vereinbarung mit Apple. Wird aus der Vorabmeldung ein langfristiger Foundry-Vertrag, hätte die Rally ein deutlich stabileres Fundament.

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