Spekulationen über eine Allianz mit Apple trieben die Intel-Aktie am Montag auf ein neues 52-Wochen-Hoch. Ein Social-Media-Post des US-Präsidenten löste die Kursrally aus. Heute korrigiert das Papier deutlich.
Apple könnte seine Prozessoren künftig verstärkt bei Intel in den USA fertigen lassen. Offiziell bestätigt ist die Zusammenarbeit bisher nicht. Dennoch befeuerte die Nachricht das Interesse an Intels Auftragsfertigung massiv.
Am Montag markierte die Aktie bei 123,54 Euro einen neuen Höchststand. Aktuell notiert der Kurs bei 113,70 Euro — ein Minus von fast acht Prozent. Trotzdem bleibt die langfristige Bilanz beeindruckend.
Seit Jahresbeginn hat sich der Wert der Aktie mehr als verdreifacht. Auf Sicht von zwölf Monaten kletterte der Kurs sogar um über 500 Prozent. Ein wichtiger Treiber war der Einstieg der US-Regierung im August 2025.
Der Staat hält seitdem zehn Prozent der Anteile. Dieser Rückhalt stützt den Kurs weit über den gleitenden Durchschnitten der letzten 200 Tage.
Neue Impulse für die Foundry-Sparte
Intel baut parallel dazu seine Auftragsfertigung um. Seok-Hee Lee übernimmt als neuer Vizepräsident die Leitung von Intel Foundry. Er berichtet direkt an Konzernchef Lip-Bu Tan.
Technologisch macht der Konzern Fortschritte. Die Performance-Variante der 18A-P-Fertigungstechnologie ist in die Risiko-Produktion gestartet. Intel will damit den Rückstand auf Branchenführer wie TSMC verkürzen.
Die Marktreife der 18A-P-Plattform rückt näher. Ein offizielles Statement zur Apple-Kooperation steht noch aus. Intel muss nun beweisen, dass die technologische Aufholjagd auch ohne präsidiale Schützenhilfe trägt.
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