Gestern kündigte die ING Groep eine strategische Anpassung ihrer Kapitalstruktur an. Die niederländische Großbank nutzt ihre solide Liquiditätsposition, um mehrere Milliarden-Anleihen vorzeitig zurückzuzahlen und ihr Finanzierungsprofil zu optimieren. Doch was bedeutet dieser Schritt für die künftige Dividendenfähigkeit und die laufenden Aktienrückkäufe?
Milliardenschwere Schuldentilgung
Gestern konkretisierte das Geldhaus seine Pläne zur Optimierung des regulatorischen Kapitals. Konkret werden am 1. April zwei Serien von in den USA registrierten vorrangigen Anleihen vollständig getilgt. Dabei handelt es sich um variabel verzinsliche Papiere im Volumen von 400 Millionen USD sowie fest-zu-variabel verzinsliche Noten über 1,1 Milliarden USD. Investoren erhalten den Nennwert zuzüglich aufgelaufener Zinsen.
Zusätzlich plant die Bank, eine nachrangige Tier-2-Anleihe im Volumen von 1,5 Milliarden Euro zum nächsten vertraglichen Zinstermin am 26. Mai zu kündigen. Die notwendige Genehmigung der Europäischen Zentralbank (EZB) wurde hierfür bereits erteilt. Marktbeobachter werten solche Maßnahmen als gezielte Steuerung der Kapitalkosten unter Berücksichtigung der aktuellen Marktbedingungen.
Rückkäufe und Ertragsziele
Parallel zur Umschichtung auf der Fremdkapitalseite schreitet die direkte Beteiligung der Aktionäre am Erfolg voran. Der Konzern gab bekannt, dass das im späten Jahr 2025 gestartete Aktienrückkaufprogramm über 1,1 Milliarden Euro bereits zu mehr als der Hälfte umgesetzt ist. Bis zum 6. Februar wurden rund 57,5 % des Volumens zurückgekauft. Das Programm soll planmäßig bis April 2026 abgeschlossen sein.
Finanziell steht die ING auf einem stabilen Fundament. Das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 schloss die Bank mit einem Nettogewinn von 6,327 Milliarden Euro ab. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 peilt das Management Gesamterträge von rund 24 Milliarden Euro an. Rückenwind erwartet die Bank dabei vor allem durch ein wachsendes Provisionsgeschäft und steigende Kreditvolumina.
Die Bank hält weiterhin an ihrer Zielquote für das harte Kernkapital (CET1) von rund 13 % fest. Weitere Details zur langfristigen Kapitalplanung und möglichen zusätzlichen Ausschüttungen an die Aktionäre wird das Management zusammen mit den Ergebnissen für das erste Quartal 2026 vorlegen.
ING Groep-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue ING Groep-Analyse vom 12. Februar liefert die Antwort:
Die neusten ING Groep-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für ING Groep-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
