Infineon-Aktie: Verkauf erfolgreich – und jetzt?

Infineon hat seinen Backend-Standort in Bangkok an Malaysian Pacific Industries veräußert und sichert sich gleichzeitig eine langfristige Liefervereinbarung.

Auf einen Blick:
  • Verkauf des Backend-Standorts Bangkok an MPI
  • Langfristige Liefervereinbarung mit dem Käufer
  • Neubau einer Fertigung in Samut Prakan geplant
  • Strategische Optimierung der Fertigungslandschaft

Infineon meldet Vollzug: Demnach hat der deutsche Chip-Konzern den Verkauf seines Backend‑Fertigungsstandorts in Bangkok/Nonthaburi an den malaysischen Halbleiterkonzern Malaysian Pacific Industries (MPI) abgeschlossen.

Der Standort, an dem Packaging‑ und Testprozesse durchgeführt werden, geht vollständig an MPI über – inklusive der gesamten Belegschaft. Für die Mitarbeiter bedeutet der Schritt laut Infineon eine langfristige Perspektive, da MPI die Produktion weiterführen und ausbauen will.

Infineon-Aktie: Verkaufter Standort bleibt Lieferant für Halbleiterbausteine

Gleichzeitig sichert sich Infineon über die Transaktion eine langfristige Liefervereinbarung mit der MPI‑Gruppe, die bereits seit vielen Jahren als zuverlässiger OSAT‑Partner (Outsourced Semiconductor Assembly and Test) für das Unternehmen tätig ist.

Carsem, die Packaging‑ und Testmarke von MPI, verarbeitet und prüft weltweit Halbleiterbausteine. Dazu gehören Chips für die Stromsteuerung, moderne Leistungshalbleiter aus Materialien wie Siliziumkarbid und Galliumnitrid sowie verschiedene Sensorsysteme für Anwendungen in Automobiltechnik, KI, erneuerbaren Energien und Kommunikation.

Infineon-Aktie Konzern hält an Thailand fest

Infineon betont, dass der Rückzug aus Nonthaburi kein Abschied aus Thailand sei. Das Unternehmen baut südlich von Bangkok in Samut Prakan derzeit eine neue Backend‑Fertigung auf, deren Bau Anfang 2025 gestartet wurde. Beide Entscheidungen – Verkauf und Neubau – sollen die globale Fertigungslandschaft effizienter und flexibler machen und die strategische Kombination aus eigener Produktion und starken OSAT‑Partnerschaften stärken.

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