Infineon Aktie: UBS senkt Ziel auf 64 Euro

Mehrere Banken korrigieren ihre Kursziele für Infineon nach unten. Der Chip-Sektor leidet unter einem breiten Abverkauf, während alle Blicke auf Nvidias Zahlen am Mittwoch gerichtet sind.

Auf einen Blick:
  • UBS, Deutsche Bank und Morgan Stanley senken Kursziele
  • Goldman Sachs hält an 91 Euro fest
  • Chip-Sektor unter Druck vor Nvidia-Zahlen
  • Aktie notiert 39 Prozent unter 52-Wochen-Hoch

Der Halbleitersektor steht unter Druck, und Infineon bekommt das in dieser Woche besonders deutlich zu spüren. Mehrere Analysehäuser haben am Montag ihre Kursziele für die Aktie nach unten korrigiert – ein Signal, das die Nervosität vor den am morgigen Mittwoch anstehenden Quartalszahlen von Nvidia widerspiegelt. Der Schlusskurs von 54,52 Euro am Montag lag 2,9 Prozent unter dem Vortagesniveau.

Vier Häuser, vier neue Zielmarken

UBS reduzierte ihr Kursziel auf 64,00 Euro und beließ die Einstufung bei „Neutral“. Die Deutsche Bank senkte ihre Zielmarke auf 85,00 Euro, bestätigte aber das „Buy“-Rating. Auch Morgan Stanley kappte das Kursziel, auf 81,00 Euro, hielt jedoch an „Overweight“ fest. Goldman Sachs dagegen bestätigte im aktuellen Marktumfeld sowohl das Kursziel von 91,00 Euro als auch die „Buy“-Einstufung.

Trotz der teils deutlichen Abwärtskorrekturen bleibt damit die Mehrheit der genannten Häuser bei einer positiven bis neutralen Einschätzung – die Diskrepanz zwischen den Zielmarken, von 64 bis 91 Euro, zeigt aber, wie unterschiedlich die Risiken derzeit gewichtet werden.

Bereits am Freitag zuvor hatte der Barclays-Analyst Simon Coles die Einstufung „Overweight“ mit einem Kursziel von 90,00 Euro bestätigt. Die Bandbreite der Zielmarken liegt damit deutlich über dem aktuellen Kursniveau – ein Hinweis darauf, dass die Analysten den jüngsten Abverkauf primär als sektorweite Reaktion und weniger als unternehmensspezifisches Problem einordnen.

Sektorweiter Abverkauf als Belastung

Grund für die Zurückhaltung ist weniger Infineon selbst als das gesamte Marktumfeld. Ein sektorweiter Abverkauf bei Halbleiter- und KI-Werten sowie die ausgeprägte Anlegernervosität vor den Nvidia-Zahlen belasteten den Kurs gestern maßgeblich.

Bereits Mitte August hatte ein Einbruch des Philadelphia Semiconductor Index um über 5 Prozent in den USA einen globalen Chip-Ausverkauf ausgelöst, der neben Infineon auch Wettbewerber wie Aixtron und Siltronic traf. Steigende Anleiherenditen und geopolitische Spannungen wurden als zusätzliche Faktoren genannt.

Die Marktdaten spiegeln diesen Druck deutlich wider: Der 30-Tage-Verlust von 13 Prozent und der auf 34,4 gefallene RSI-Wert signalisieren eine überverkaufte Situation. Zugleich notiert die Aktie mit einem Abstand von 39 Prozent klar unterhalb ihres 52-Wochen-Hochs von 89,67 Euro, das im Juni erreicht wurde.

Der Blick richtet sich auf Nvidia

Am Markt gilt der Nvidia-Termin an diesem Mittwoch als entscheidender Indikator für die Nachhaltigkeit der KI-Investitionen und als möglicher Wendepunkt für europäische Halbleiterwerte. Für Infineon-Anleger dürfte damit weniger die eigene Geschäftsentwicklung als vielmehr das Signal aus Übersee kurzfristig richtungsweisend sein.

Insiderkäufe oder -verkäufe, die auf eine veränderte Einschätzung des Managements hindeuten könnten, wurden im relevanten Zeitraum nicht registriert – die Unsicherheit bleibt damit vorerst eine externe, keine hausgemachte.

Infineon-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Infineon-Analyse vom 25. August liefert die Antwort:

Die neusten Infineon-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Infineon-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Infineon: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Hinweis: Teile dieses Artikels wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)